Roadtrip Uganda – alle Infos, die du für deine Reise brauchst

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Roadtrip Uganda

Stand: Februar 2019, hier als PDF zum Download: Roadtrip Uganda

Warum Uganda?

Eine unserer Töchter war 2017 bei den Gorillas in Uganda. Nachdem ich ihre Fotos und ihre glänzenden Augen gesehen hatte, wollte ich dahin:

Uganda ist grün, landschaftlich abwechslungsreich und schön, fruchtbar, es gibt neben den Big Five jede Menge anderer Tiere und Vögel zu sehen, das Lächeln der Menschen lässt jeden Unbill vergessen – und sie lächeln oft, trotz der brutalen Vergangenheit! Heute ist es ein recht sicheres Reiseland. Uganda ist touristisch noch unverdorben, aber gut erschlossen. Campsites und Lodges liegen im Abstand einer Tagesreise. Man kann es gut auf eigene Faust mit einem Mietwagen (4 Wheel Drive) oder auch mit einem Reiseveranstalter bereisen: Das Angebot ist groß! Und: Dort lebt etwa die Hälfte der Berggorillapopulation der Erde, das Tracking zu ihnen kostet, ist aber noch erschwinglich.

In Uganda wird Englisch gesprochen.

Reise- und Naturführer, Navigation:

Christoph Lübbert: Uganda-Ruanda, Reise-Know-How (mit Campingplätzen)

Philip Briggs: Uganda; Bradt Travel Guides (Wird von der Autovermietung gestellt)

Dave Richards: Birds of East Africa

Chris & Mathilde Stuart: Mammals of East Africa

Martin B. Withers & David Hoskins: Wildlife East Africa

Der Klassiker (auch als Film): Dian Fossey: Gorillas im Nebel

Sinnvoll zur Planung ist es, sich die Angebote der Reiseveranstalter, aber auch die Seiten von Roadtrip Uganda und Roadtrip Africa (www.roadtripuganda.com und www.roadtripafrica.com) genau anzusehen – und natürlich meinen Blog (Links zu den Beiträgen sind unten)!

Navigation über die App: Maps.me

Campingführer über die App: iOverlander

Reiseanbieter:

Es gibt viele Touranbieter (wir haben einige getroffen), die meisten fahren mit Overlandtrucks und zelten, bzw. übernachten gelegentlich in einer Lodge. Die Gruppengröße ist meist zwischen 8 und 14 Personen.

DER-Tours/Drifters fährt mit Overlandtrucks. Diese Tour hat unsere Tochter gemacht und die empfehle ich auch: Tochter und Mann arbeiten in diesem Konzern. Diese Tour dauert 14 Tage.

Wigwam-Reisen trafen wir ebenfalls, sie fahren mit Jeeps, die Tour dauert drei Wochen.

Selbstfahrer mieten bei RoadtripUganda einen 4WD, sehr nett und unkompliziert, übernachten entweder in Lodges (schön, aber teuer), oder mieten Zelt/Dachzelt mit Campingausrüstung. Das haben wir gemacht! Die Kommunikation ist auf Englisch oder Deutsch.

Wozu wir raten? Beides, Tour und Selbstfahren, hat Vor- und Nachteile. Bei der Tour musst du dich um nichts kümmern und kommst doch zu den schönsten Plätzen. Aber es ist mehr Konsumieren als Reisen… (Es hat mich ehrlich gestanden entsetzt, dass die Pauschaltouristen sich nicht mal dafür interessierten, wo sie am nächsten Tag hinfahren. Berieseln war angesagt. Aber das hat im knappen Urlaub auch Berechtigung))

Selbstfahren ist anstrengender, in Uganda ist Linksverkehr, Piste fahren macht aber auch Spaß! Du bist unabhängig, kommst mit Land und Leuten in Kontakt. Du brauchst zeitliche und finanzielle Luft für Pannen, Entspannen und Extra-Touren. Ich fand es anfangs stressig, die Fahrzeiten abzuschätzen, aber das legt sich. Du musst dich viel intensiver mit dem Land und seinen Schönheiten auseinandersetzen – für mich sowieso unabdingbar! Das Dachzelt ist schnell auf- und abgebaut, man hat oft einen tollen Blick, eine Liegewiese von 5m² – aber man muss es immer abbauen, wenn man zum Game Drive will. Da hat ein normales Zelt eventuell Vorteile. Und natürlich kannst du Selbstfahren und trotzdem in Lodges übernachten.

Anreise:

Turkish Airlines fliegt von Köln-Bonn über Istanbul preiswert nach Entebbe.

Navigation:

Ohne Navigationssystem geht es in Uganda nicht. Schilder sind Mangelware. Wir finden uns überall auf der Welt mit der App Maps.me zurecht. Diese wird auch von Roadtrip Africa empfohlen. Maps.me ließ uns nur einmal im Stich: Dem kürzesten und besten Weg von Bunyonyi nach Rushaga fehlt ein Stück Straße, deshalb nahmen wir einen sehr abenteuerlichen Umweg. Siehe 4. Tag Buyonyi – Rushaga

In Uganda wird links gefahren!

Einreise:

Für Uganda brauchst du ein Visum, das du unter visas.immigration online beantragen musst. Die Seite ist auf Englisch, leitet dich aber problemlos durch. Dafür notwendig sind ein Foto, Pass und Nachweis der Gelbfieberimpfung, alles digital und vor Ort am Flughafen im Original. Es kostet 50 Euro. Nach wenigen Tagen bekommst du einen Approval Letter, den musst du bei der Einreise mit den Originaldokumenten vorlegen.

Gesundheit:

LASS DICH VON EINEM TROPENMEDIZINER BERATEN!

Gelbfieberimpfung ist Pflicht! Ohne dieser bekommst du kein Visum.

Wir haben alle in Deutschland üblichen Impfungen, dazu die gängigen Reiseimpfungen, inklusive Tollwut. Cholera ist eine Lebendimpfung und reduziert generell das Risiko von Durchfallerkrankungen. (Man weiß noch nicht wieso, aber Lebendimpfungen scheinen das Immunsystem zu fördern, Totimpfungen setzen es eher eine kurze Zeit herab)

Uganda gilt als Hochrisikoland für Malaria. Dem will ich nicht widersprechen, doch scheint das Risiko jahreszeitlich unterschiedlich zu sein: Wir haben keine einzige Mücke gesehen. Tomy hatte Stiche von Tsetse-Fliegen, Ameisen und vermutlich einer Spinne oder Art Wanze, aber keinen von einer Mücke. Ein Heißstift hilft gegen Juckreiz. Trotzdem: Malaria tropica ist in Uganda verbreitet und kann tödlich sein, also tue alles, um Stiche zu vermeiden!

Nur in Swimmingpools baden, in natürlichen Gewässern besteht die Gefahr von Bilharziose, auch im Nil in Jinja!

Weitere gesundheitliche und andere Sicherheitsbedenken findest du im Bradt Travel Guide, aber auch auf der Website vom Auswärtigen Amt.

LASS DICH VON EINEM TROPENMEDIZINER BERATEN!

Sicherheit

In einigen Nachbarländern Ugandas herrscht Bürgerkrieg, das kann akut zu Problemen führen. Deshalb erkundige dich beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Sicherheitslage.

Ansonsten gilt das weltweit Übliche: Vorsicht nach Anbruch der Dunkelheit und Vorsicht in den Städten. Kampala gilt als Moloch, den du aus verschiedenen Gründen meiden solltest.

Wir haben uns niemals unsicher gefühlt! Das gefährlichste ist unserer Einschätzung nach, wie immer, die Teilnahme am Straßenverkehr! Das Unangenehmste, das uns passierte, war der Polizist, der behauptete, Tomy wäre zu schnell gefahren. An Ranger und Militärs mit Gewehren musst du dich gewöhnen, aber das ist in vielen Ländern so.

Hygiene

Wasser ist manchmal sehr knapp, Duschen gibt es nicht überall! Oft sind sie kalt oder müssen erst angeheizt werden. Die Toiletten sind meist sehr einfach, manchmal nur ein Loch im Boden, aber Toilettenpapier und Seife war so gut wie überall vorhanden. Trotzdem würde ich mir ein oder zwei Rollen Toilettenpapier mitnehmen. Falls du es nicht kannst: Lerne hocken!

Geld

In Uganda kannst du dich wie ein Millionär fühlen: 250 Euro sind rund eine Million Schilling!

ATM-Maschinen der Stanbic-Bank gibt es in den größeren Städten, Entebbe (an den Tankstellen), Kampala, Kasese, Fort Portal, Jinja…

Visa wird selten akzeptiert. Du kannst im Queen Elizabeth (Mweya, nicht Ishasha)  und Murchinson Falls mit Visa bezahlen. Der Supermarkt in Entebbe nimmt Visa, ebenso Bunyonyi Overland Camp, Kluges Guest Farm, Murchinson Falls Lodge.

Die Eintritte in die Parks, Löwen und Rhinotracking (ev. Schimpansentracking) und das Trinkgeld der Träger und Ranger in Bwindi haben wir mit Dollar bezahlt, wir hatten $900 in 20ern und $100 in 5ern mit, insgesamt also $1000.

Zur Sicherheit hatten wir auch 1000 Euro zum Wechseln mit, die wir allerdings nur anfangs gebraucht haben.

Essen und Trinken

Uganda ist ein extrem fruchtbares Land – es gibt gutes, preiswertes Essen, auch für Veganer. Eines der besten indischen Essen unseres Lebens hatten wir in Entebbe im Faze3. In Kluges Guestfarm gibt es das beste Steak Ugandas und überhaupt das beste Essen in Uganda, auch vegetarisch. Sagt jeder, der es kennt – und Stefan Kluge ist in ganz Uganda bekannt! Ein Gericht kostet dort selten mehr als 8 bis 10 Dollar.

Wir haben nur selbst gekocht, wenn es keine andere Möglichkeit gab, denn die Campingausrüstung ist minimal und ich hasse es sowieso, auf Campinggeschirr zu kochen. In der Praxis gab es Rührei, Kaffee, Cornflakes/Haferflocken oder Knäckebrot mit Salami oder Marmelade, oder mitgebrachte Müsliriegel.

Wir hatten 6 x 5 Liter Trinkwasser mit und kamen damit gut hin. (Und eine Kiste Bier). Auf den meisten Campingplätzen gibt es einen Trinkwasserhahn.

Rauchen

Rauchen ist in Uganda an allen öffentlichen Orten verboten. Das heißt, du darfst nur in deinem eigenen Hinterhof rauchen, nicht im Restaurant oder am Campingplatz! In der Praxis hat sich niemand daran gestört, aber wenn dich die Polizei erwischt zahlst du oder gehst für ein halbes Jahr ins Gefängnis.

Autovermietung:

Wir haben bei RodtripAfrica (Link siehe oben) einen 4WheelDrive inklusive Campingausrüstung und Dachzelt gemietet. Die wickeln das sehr professionell ab und besorgen auch die Trackingpermits. Überprüft das Auto und vor allem die Reifen gut: Unseres war schon ziemlich abgewrackt! Trotzdem empfehle ich die Firma: Sie hat durchaus auch neue Autos und bietet auch Service unterwegs.

Kosten

Flug

Wir sind mit Turkish Airways von Köln über Istanbul nach Entebbe geflogen: € 833 für zwei Personen, Hin und Retour.

Auto und Campingausrüstung

Der Verkehr in Kampala ist Wahnsinn: Für 1 km kannst du locker 20 bis 40 Minuten einrechnen – also lass dir das Auto bringen.

Diesel

Kostet etwa €1 pro Liter, wir haben 11l auf 100km gebraucht und sind knapp 2500km gefahren. Also knapp 300 Euro für eine etwa 17 tägige Rundreise.

Visum

$ 50 pro Person, vorab online beantragen siehe oben.

Gorillatracking

$ 600 pro Person plus die Vermittlungsgebühr des Reiseveranstalters. Gültig nur für den ausgestellten Tag an einem bestimmten Ort.

Du kannst sie dir auch in Kampala im Büro der UWA (Uganda Wildlife Authority) besorgen. Da ist das Risiko hoch, dass dein Wunschtermin ausgebucht ist. Außerdem fährt niemand ohne Not nach Kampala!

Info: Uganda Wildlife Authority

Trinkgelder

Üblicherweise bekommen die Guides und Träger etwa $5 Trinkgeld. Fürs Gorillatracking fallen also etwa 7 x $5 Trinkgelder pro Teilnehmer an. An der Tankstelle oder im Hotel wurde uns schon für den Gegenwert von zwei Euro die Füße geküsst.

Eintritte

Der Eintritt in die Nationalparks kostet $40 pro Person und Tag und wird auf die Minute genau abgerechnet. Eine aktuelle Infobroschüre gibt es hier: Uganda Wildlife Authority

Eintritt Auto

Das Auto wird in den Nationalparks einmalig registriert, kostest rund $10, je Park. Achtung, falls du mit einem ausländischen Auto kommst, z.B. aus Südafrika, kostet es $150.

Löwentracking

$ 50 pro Person plus $10 für die Community, damit wird eine Kompensation bezahlt, falls ein Löwe Vieh reißt. Damit wird verhindert, dass die Löwen vergiftet werden.

Schimpansentracking

Ist an verschiedenen Stellen möglich und kostet unterschiedlich, siehe Reiseführer. Seltsamerweise hat es uns nicht interessiert.

Rhinotracking

$50 pro Person, zu buchen vor Ort im Ziwa Rhino Sanctuary

Bootsfahrt am Nil zu den Murchinson Falls bzw. am Kazinga Kanal

In Murchinson Falls kostet die Bootstour der UWA $30 pro Person, $32 bei den privaten Anbietern. In Kazinga sind die Preise ähnlich.

Übernachten

Camping: Zwischen $10 und $15 pro Person und Nacht. Wilderness Camping in Murchinson Falls $50 pro Person und Nacht, du musst einen Guide/Ranger mitnehmen und mit verköstigen. Es lohnt sich!

Zelte und Bandas: Viele Lodges haben auch Zelte oder Bandas (Hütten), in denen man preiswert übernachten kann, oft inklusive Frühstück und Abendessen. Unterm Strich ist das vermutlich nicht viel teurer, als ein Zelt mit Campingausrüstung zu mieten und dann doch Essen zu gehen. Aber an die wildesten und tollsten Plätze kommst du so nicht.

Lodges: Es gibt traumhafte Lodges, meist mit albtraumhaften Preis: So schön kann keine Lodge sein, dass ich von 600 Dollar aufwärts für eine Nacht im Doppelzimmer zahle!

Sonstiges

2 Nächte Vollpension/Zimmer im Nshongo Camp: $38 pro Person und Nacht.

Essen

Um die 25000 bis 30000 UGX im Restaurant, gut durchgebratene und gewürzte Hühnchenspieße am Straßenrand: 2000 UGX, Bier zwischen 6000 und 9000 UGX (Im Jan/Feb 2019 etwa geteilt durch 4000)

Telefonkarte

MTN hat das beste Netz, die Karte kostet 2000 UGX, 30 Minuten Telefon 5000 UGX und ein Monat/10GB Internet 50000 UGX. Funktioniert fast überall, sogar unter den Baumlöwen.

Entfernungen/Etappen:

Entebbe – Lake Mburu 250 km

Lake Mburu – Lake Bunyonyi 200 km

Bunyonyi – Rushaga (Bwindi Impenetrable National Park – Gorilla Tracking) 76 km

Rushaga – Ishasha (über Hesero und Kihihi) 140 km

Ishasha – Mweya (beides Queen Elizabeth National Park) 90 km

Mweya – Fort Portal (Kluges Guest Farm) 125 km

Fort Portal – Murchinson Park (Murchinson Falls Lodge) 315 km

Murchinson Falls Lodge – Wilderness Camp: Safari im Park

Wilderness Camp – Ziwa Rhino Sanctuary 220 km

Ziwa – Jinja 250 km

Jinja – Wakiso 120 km (Verkehr um Kampala ist Wahnsinn!)

Wakiso – Entebbe 50 km

Außerdem sind wir rund 500 km in den Parks bei Game Drive/Safari gefahren und hie und da falsch…

Packliste

Nein, es gibt hier nicht die Millionste Packliste! Ein paar Dinge, die ich sonst nicht mitnehme, haben sich auf dieser Reise allerdings bewährt:

  • Eine extra Decke! Wir hatten alte Vliesdecken vom Schweden. Ich habe selten so viel gefroren, wie in Ugandas Nächten. Der Schlafsack ist dünn, Tomy hat er gereicht. Mir nicht.
  • Einen dicken Schlafanzug… hatte ich leider nicht mit!
  • Die Kopfkissen sind sehr klein – wir hatten noch je eines mit. (Tomy lieh sich seines im Flugzeug aus)
  • Ein dicker Pulli – siehe oben (Tomy hat keinen gebraucht)
  • Lange Hosen, lange Ärmel, feste Schuhe und lange Socken für die Trackings. Fürs Gorillatracking würde ich sogar Gummistiefel empfehlen: Macht die Querung der Bäche viel einfacher. Aber sie sind schwer.
  • Ein Heißstift gegen Juckreiz bei diversen Stichen.
  • Selbstfahrer: Müsliriegel oder andere Snacks.
  • Einen Sarong: Ich habe einen recht dicken, damit kann ich mich zudecken, abtrocknen, vor Sonne schützen oder draufsetzen.
  • 12Volt Ladegeräte für alle deine elektronischen Geräte im Auto. Es ist oft tagelang die einzige Möglichkeit, Kameras oder Handys aufzuladen.
  • Stirnlampe – Strom und Beleuchtung sind Mangelware!

Gorillatracking/Schimpansentracking

Die Permit fürs Gorillatracking kostet 600 Dollar pro Person und muss vorab gekauft werden. Dabei hilft der Reiseveranstalter, siehe oben. Achtung, sie ist nur an einem bestimmten Tag und an einem bestimmten Ort gültig! Deshalb würde ich es immer am Anfang der Reise machen, das ist besser zu timen. Von Entebbe sind es mindestens drei Tagesreisen nach Bwindi, eventuell vier, je nachdem wo du Tracking machst und ob du vorher in die Virungas/zum Lake Mutanda willst. Siehe Reiseplan. Daraus folgt: Tracking frühestens am 4. Tag nach Autoübernahme anmelden.

Wir waren in Rushaga bei der Gorillagruppe Nshongo im Bwindi Impenetrable Forest.

Es gibt auch Gorillatracking im Süden an der Grenze zu Ruanda, kostet genauso viel, muss auch vorher gekauft werden.

Wir haben kein Schimpansentracking gemacht. Es ist an mehreren Orten möglich, mit sehr unterschiedlichen Preisen. Teilweise muss es auch vorher angemeldet werden. Dabei hilft sicher auch der Reiseveranstalter.

Dein Beitrag

Uganda gehört sicher nicht zu den ärmsten Ländern der Welt, dennoch gibt es viel zu tun! Wir haben charismatische Menschen kennengelernt, die alle zwei Dinge gemeinsam hatten: Sie legen viel Herzblut in ihre Projekte und sie haben Erfahrung mit den großen, bekannten Organisationen: Sie sind entsetzt, wie da Geld verschwendet wird und oft genug, wie die Menschen, für die sie doch da sein sollten, behandelt werden. Wenn du sicher sein willst, dass dein Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird, dann gib es:

Kindern eine Chance: http://www.kinderneinechance.at

Kindern eine Chance ist eine österreichische Initiative, ins Leben gerufen von Stefan Pleger, der durch seine Firma, Freunde und Familie in Zigoti Waisenkindern Schulbildung ermöglicht. Das Projekt hat in Uganda einen guten Ruf. Wir haben zufällig seine Familie getroffen, die  gerade zur Unterstützung in Uganda war: Das Engagement und die Begeisterung dieser Menschen haben uns überzeugt – dort kommt euer Geld an!

Afird: https://afirduganda.org/

Wir lernten auch eine Biologin und Lehrerin aus Mettmann kennen, die in den nächsten zwei Jahren als technische Beraterin für Afird arbeiten wird. Afird will Kleinstbauern beraten, damit sie bessere Erträge erwirtschaften, ohne den Boden auszulaugen. Dazu gehören auch Bildung, Schulen und zum Beispiel Schulgärten.

Mehr zu den Projekten im Blog! Ich bin allerdings sicher, dass du ebenfalls viele großartige Menschen kennenlernen wirst, zumindest, wenn du selbst fährst. Oder du setzt dich schon vorher mit obigen Initiativen in Verbindung, um Uganda auch von einer anderen Seite kennenzulernen.

Erster Tag

Ankunft 3:55, Abholung Serene Guesthouse

Geld tauschen im Einkaufszentrum, ATM bei Shell

Sehenswert: Botanischer Garten: Neugeborene Meerkatze

Abendessen im Faze3 (Nähe Flughafen, bzw. Guesthouse)

Übernachten: Serene Guesthouse (insgesamt zwei Nächte) über Booking.com

Bericht Entebbe

Zweiter Tag: Entebbe – Lake Mburo

10 Uhr Übernahme Auto, einkaufen im Supermarkt

Fahrt: Abfahrt nach Lake Mburo 12:20, Ankunft 17:20, Eingang Nshara Gate

Ca. 250 km, davon 25 km Piste

Sehenswert: Lake Mburo National Park: Zebras

Übernachten und Essen im Restaurant im Rwonyo Camp (Eine Übernachtung)

Bericht Entebbe-Lake Mburo

Dritter Tag: Mburo – Bunyonyi

Sehenswert: 10:00 Abfahrt, Fahrt durch Nationalpark ca 30km: Nilpferde, Paviane, Zebras

Fahrt: Abfahrt 13:00 Sanga Park Entrance, Ankunft Bunyonyi Overland Resort 17:30

Ca. 200km, davon 12 Piste

Essen und Übernachtung: Bunyonyi Overland Camp (1 Nacht)

Bericht Lake Mburo-Lake Bunyonyi

Vierter Tag: Bunyoni – Bwindi

Fahrt: 10:30 Abfahrt, Ankunft Rushaga 14:20, ca 76km davon gut die Hälfte über Piste

Hier ließ uns Maps.me in Stich: Fahrt von Heisero nach Muko, kurz hinter Muko ist eine Haarnadelkurve. In der geht es rechts ab Richtung Ikamiro/Rushaga. Maps.me zeigt da keine Straße an, es ist aber die bessere, kürzere Strecke. Gut ist sie allerdings trotzdem nicht.

Übernachten und Essen: im Nshongo Camp (2 Nächte in der Lodge).

(Als Alternative bieten sich hier ein oder zwei weitere Tage im Gebiet der Virunga-Vulkane und Lake Mutanda an und dann erst nach Rushaga zum Gorilla Tracking)

Bericht Fahrt nach Rushaga

Fünfter Tag: Bwindi (Gorilla Tracking)

Sehenswert: Dein Gastgeber gilt als Tourguide, der dich zum Briefing begleitet und dort für die Einteilung zur Gruppe sorgt.

Gorilla Tracking zur Nshongo-Gruppe von 9.15 bis 15.30

Übernachten und Essen im Nshongo Camp.

Bericht Gorilla Tracking

Sechster Tag: Rushaga – Ishasha (Südlicher Teil des Queen Elizabeth Nationalparks)

Fahrt: Abfahrt 8:30, Ankunft 13:30 am südlichen Gate, 14:30 nach kleiner Safari im Ishasha River Camp 1

Fahrt über Muko ist nicht auf Maps.me eingezeichnet, siehe oben! Dann über Heisero nach Kanungu  und Kihihi zum Gate in der Nähe von Ishasha: 140 km, davon ca 115 relativ gute Piste.

Sehenswert: Im Nationalpark: Nilpferde, Mantelaffen, erste Safari, Baumlöwen

Übernachten im Ishasha River Camp 1 mit Selbstversorgung (2 Nächte)

Bericht Fahrt und Queen Elisabeth Nationalpark um Ishasha

Siebter Tag: Ishasha Safari

Sehenswert: 64 km Safari durch Park: Uganda-Kobs, Tupis, Kaffernbüffel, Elefanten, Paviane, Warzenschweine, Vögel; Baumlöwen

Im Camp: Nilpferde, Paviane, Red Tail Monkey, Mantelaffen

Übernachten im Ishasha River Camp 1 mit Selbstversorgung

Bericht Fahrt und Queen Elisabeth Nationalpark um Ishasha

Achter Tag: Fahrt nach Mweya

Sehenswert: Morgens ca 60 km Safari durch Park bis zum Katookye Park Gate

Fahrt: Vom Katookye Gate sind es ca 90 km gute Piste bis zum Kabatoro Gate. Achtung: Das Katunguru Gate am Leopard Loop ist näher, aber dort ist kein Eintritt möglich. Beim Kabatoro Park Gate und im UWA Ticket Office kann mit VISA bezahlt werden.

Essen: Spätes Mittagessen in dem kleinen Restaurant in der Nähe des Camps III, Abendessen fiel aus!

Übernachten: Camp III in Mweya

Bericht Fahrt und Queen Elisabeth Nationalpark um Mweya

Neunter Tag: Löwentracking und Fahrt nach Fort Portal /Kluges Guestfarm

Sehenswert: Morgens 60 km Löwentracking im östlichen Teil des Parks, buchen im UWA Ticket Office, kann mit VISA bezahlt werden (Trinkgeld und Community Contribution bar, letzteres $ 10/Person)

Fahrt von Mweya bis zu Kluges Guestfarm: 122 km

Geld: ATM bei Stanbic Bank in Kasese

Übernachten und Essen in Kluges Guestfarm: Sehr gepflegte Farm und Garten, Swimming Pool, gute Sanitäranlagen und das beste Essen in Uganda. Nimmt VISA. (2 Übernachtungen)

Bericht Löwen Tracking und Fahrt nach Fort Portal

Zehnter Tag: Kluges Guestfarm

Pause auf Kluges Guestfarm

Bericht Kluges Guesttfarm

Elfter Tag: Fahrt nach Murchinson

Fahrt: Vor der Fahrt von Fort Portal über Masindi in den Murchinson Falls Park wurden wir mehrfach gewarnt: Die Straße wird neu gebaut und ist dadurch besonders bei Regen gefährlich und langsam. Uns wurde geraten von Hoima den Albert-See entlang nach Bulisa zu fahren und kurz vor dem Park in der Murchinson Fall Lodge zu übernachten. Das würde auch einen Tag Eintritt sparen. Diesen Rat haben wir befolgt

Wir haben für die 315 km Fahrt in der Trockenzeit 8 Stunden gebraucht.

Übernachten und Essen in der Murchinson River Lodge (Essen teuer)

Bericht Fahrt nach Murchinson Falls

Zwölfter Tag:  Murchinson Falls, Flussfahrt

Eintritt in den Park um 9:00 beim Mubako Gate, dahinter ist Moses Workshop mit Tankstelle und Reparaturmöglichkeit.

Sehenswert: Vormittags sahen wir uns die Fälle von Land aus an, ca. 70 km Fahrt hin und retour noch über Piste (die Chinesen bauen…)

Nachmittags um 14:00 Bootsfahrt mit dem UWA (Uganda Wildlife Authority) Boot zu den Murchinson Falls. Es gibt einen privaten Anbieter, die Preise tun sich nichts, wir fanden die Tour sehr gut! Getränke können an Bord erworben werden.

Übernachten und Essen im Red Chili Camp

Diesen Tag würde ich heute anders gestalten: Um 9:00 in den Park, sofort die Überfahrt um 12:00 Uhr zur anderen Seite und die Bootstour und zwei Nächte im Wilderness Camp buchen. Dann zu den Murchinson Falls und um 12:00 die Fähre hinüber nehmen. Dort selbstversorgt Mittagessen und sich um 14:00 für die Bootstour abholen lassen. Auf diese Art kann man zwei Nächte im viel schöneren Wilderness Camp verbringen. Eventuell kann man auch die Fähre um 19:00 hinüber nehmen, da aber nur 8 Autos drauf passen, ist das ein gewisses Risiko. Oder du buchst eine private Fähre, oder fragst, ob es noch eine zusätzliche um 18:00 gibt… Oder du bleibst einfach einen Tag länger – schön genug ist es!

Bericht Murchinson Falls

Dreizehnter Tag: Murchinson Falls: Safari und Wilderness Camp

Sehenswert: Der nördliche Teil des Parks ist eindeutig der Schönere mit vielen Tieren, seltenen Vögeln und großen Herden von Giraffen. Du kannst dort praktisch mitten in den Tierherden campen, musst allerdings einen Ranger mitnehmen und auch verköstigen (Da wir ein Dachzelt hatten, mussten wir keinen Ranger mitnehmen. Wir waren aber doch froh, dass die Pauschaltouris in Rufweite waren) Der Preis fürs Wilderness Camp ist $50 pro Person und Nacht – nicht wenig, aber es lohnt sich!

Fahrt: Etliche Kilometer durch den Park gefahren: Definitiv ein Höhepunkt der Reise!

Übernachten mit Selbstversorgung im Wilderness Camp; Alternativ bietet sich der UWA Campsite in der Nähe der Fähre an.

Bericht Murchinson Falls

Vierzehnter Tag:  Murchinson Falls – Ziwa Rhino Sanctuary

Sehenswert und Fahrt: Abfahrt 6:30: Giraffen und Columbo-Affen; mussten um 9:00 Uhr am Tangi Gate im Norden sein, um den Park zu verlassen

Tangi Gate bis Ziwa: 220 km über gute, wenig befahrene Straße; Achtung an der Brücke bei den Karuma Falls nicht fotografieren, sie gilt als strategisch wichtig und es könnte sein, dass dir die Kamera vom Militär abgenommen wird. Wir haben kein Militär gesehen.

Mittagessen im Kabalego Roadside Restaurant kurz vor dem Abzweig nach Ziwa. Ist auf der rechten Seite und kaum zu übersehen!

Übernachten: Ziwa Sanctuary

Bericht Murchinson Falls bis Ziwa

Fünfzehnter Tag: Rhinotracking – Jinja

Sehenswert: Morgens Rhino Tracking

Fahrt: Abfahrt gegen 11:00; ca 250km – grauenhafte Fahrt! Wir haben Kampala gemieden, sind über Nagalama gefahren, die Piste war okay. Aber der Verkehr zwischen Jinja und Kampala ist einfach der nackte Wahnsinn. So anstrengend war keine andere Fahrt, einfach weil man ständig auf der Hut sein muss.

Übernachten und Essen im Nile River Camp (3 Nächte)

Das Camp von Adrift wurde weggespült, ein neues soll 2019 eröffnet werden.

Bericht Ziwa bis Jinja

Sechzenter Tag: Jinja

Sehenswert: Hier fahren die Leute zum Rafting hin, oder um einfach mal aus Kampala raus zu kommen. Rafting kommt für mich nicht in Frage, wegen der Brille, ohne der ich nichts sehe. Außerdem: Bevor du im Nil badest, lies erst mal wie es um den Victoria-See, aus dem das Wasser kommt, steht. (Bradtguide) Wenn du dann nicht das Pool vorziehst: Gute Gesundheit!

Wir nutzten die Zeit, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten und hingen nur im Camp rum.

Übernachten und Essen: Nile River Camp

Bericht Jinja

Siebzehnter Tag: Downtown Jinja

Sehenswert: Ausflug mit dem Taxi nach Jinja Downtown,

Übernachten und Essen: Nile River Camp

Bericht Jinja

Achtzehnter Tag: Jinja – Wakiso

Wir besuchen unsere neuen Freunde und Entwicklungshelfer aus Mettmann in Wakiso. Die Fahrt Jinja –Wakiso, vorbei an Kampala, war wieder sehr anstrengend. Der Verkehr um Kampala ist Wahnsinn – Kampala unbedingt meiden!

Übernachten und Essen bei unseren Freunden

Bericht Kinder in Uganda

Neunzehnter Tag: Wakiso – Entebbe

Besuch von Afird, einer kleinen ugandischen NGO, die den Kleinstbauern helfen will, ihre Erträge mit Permakultur zu steigern.

Übernachten im Serene Guest House über Booking.com (2 Nächte)

Essen im Faze3, weil es sooooo gut ist! (2 Abende)

Bericht Kinder in Uganda

Zwanzigster Tag: Entebbe, Auto retour und Koffer packen

Einundzwanzigster Tag: Abflug 4:55

Alternativ:

Stefan Kluge schlug uns vor, Ziwa auszulassen und in den Norden zu fahren. Die Gegend sei mittlerweile sicher. Leider hatten wir dazu nicht genug Zeit.

Abenteuerlustige planen dafür sechs Tage ein:

Tag 1 Murchinson Falls – Kidepo National Park

Tag 2 Kidepo

Tag 3 Kidepo – Mount Elgon National Park

Tag 4 Mount Elgon

Tag 5 Mount Elgon – Sipi Falls

Tag 6 Sipi Falls – Jinja

Eine weitere Alternative für Konditionsstarke ist Wandern im Ruwenzori Gebirge: Die beste Tour dauert sechs Tage, mit Guide und Trägern kostet sie rund 1000 $ pro Person.

Ich würde heute auch vom Lake Bunyonyi ins Virunga Gebirge fahren und von dort aus nach Bwindi, rechne dafür ein bis zwei Tage mehr vor dem Gorilla Tracking ein. (Denk daran, dass die Gorilla Tracking Permits an einen festen Tag und Ort gebunden sind)

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