Yemanja Yemoia Jemanja Iemanja

Yemanja

Odo ya Yemanja

Yemanjá — Yemaya ist die Verkörperung der  lebensspendenden Kraft des Meeres. Sie ist die Mutter allen Lebens, der weite Ozean, die Essenz der Mutterschaft, die Beschützerin der Kinder, die Göttin der Magie. Sie wird überall an der Küste Brasiliens verehrt, besonders in Salvador da Bahia. Im Jahre 1925 beschlossen 25 Fischer ein Fest zu ihren Ehren auszurichten. Damals gab es kaum Fische im Meer. Bis heute werden ihr am 2. Februar Opfergaben ins Meer geworfen: duftende Tuberosen und andere Blumen, Parfüm, Spiegel, Schmuck, bunte Bänder, Kämme, Kerzen, Make-up, Puppen, Champagner … Oh, ja, sie ist eine Frau!

Handgemacht von Steffi Müller 2008

Auch in der Neujahrsnacht feiert in Brasilien jeder, der kann, weißgekleidet am Strand, springt um Mitternacht über sieben Wellen, wünscht sich etwas und wirft ein paar Blumen für Yemanja ins Meer.

Ursprünglich war Yemanja eine Flussgöttin der Yoruba in Nigeria. Sie war ein Naturgeist, der die Kraft und Energie des Wasser symbolisierte, sie repräsentierte eine mächtige Kraft der lebenspendenden Natur. Als ihr Volk versklavt wurde, kam sie mit ihm übers Meer. Dabei wandelte sich ihre Kraft und ihr Name: Sie wird nun Yemoja, Yemonja, Yemanya, Iemonja, Jemanja gerufen, je nachdem, wo ihr Volk heute wohnt, und wie ihr Name in der jeweiligen Sprache geschrieben wird. Verehrt wird sie im Candomble, Ubanda, Voodoo, Santeria… , in Brasilien, in der Karibik, in New Orelans, überall dort, wo die Nachfahren der ehemaligen Sklaven leben.

Sie ist die Mutter der anderen Orixas. Ein Orixa, oder Orisha, spiegelt eine mächtige Kraft der Natur. Wenn wir diese Orixas als Götter bezeichnen, verkennen wir, dass sie zwar mächtig, aber doch nur ein Aspekt des Höchsten Wesens Oxala sind.

Sie wohnt im eher flachen Wasser in der Nähe der Küste, im Riff, dort, wo das Leben gedeiht. Der weite, eher unfruchtbare Ozean wird durch Olokum symbolisiert, das Süßwasser durch Oxum. Ihre Farben sind blau, weiß, ein bisschen rosa, ihr Tag ist der Samstag, gegrüßt wird sie mit den Worten Odo ya. Sie mag weiche, fließende Bewegungen, so wie im Bauchtanz.  Du kannst sie als Archetyp nutzen, ähnlich wie ein Sternzeichen, oder ein Vorbild, um dich selbst besser kennenzulernen. In anderen Kulturen begegnen wir ihr als Kalypso, Sirene, Aphrodite, MamiWata, Atargatis, Nana…, in Bahia beinahe auf Schritt und Tritt!

Dort, in Bahia, haben wir sie getroffen und seitdem begleitet sie uns!

5 Kommentare

  1. Liebe Steffi, lieber Tomy,

    bei der Recherche über die Aphrodite 36 sind wir auf Eure website gestoßen – wir planen ähnliches wie Ihr! Der erste Schritt ist getan: wir haben gerade unsere Aphrodite 36 gekauft. Ironie des Schicksal: selbes Baujahr und mit der Baunummer 35 sozusagen der Vorgänger der Jemanja. Wir würden uns freuen, wenn Ihr Eure Erfahrungen mit dem Schiff, gute wie schlechte, mit uns teilen mögt. Vielleicht können wir dadurch einiges an Lehrgeld vermeiden!

    Wenn ihr also Lust habt, meldet Euch bei uns. Wir sind allerdings nicht so die blogger, ewigen mailschreiber und socialnetworker. Dafür lieben wir seit jeher Italien und leben seit vielen Jahren den größten Teil des Jahres am Gardasee (im Gegensatz zu Dir :-), aber Du scheinst ja auf den Geschmack gekommen zu sein). Wenn Ihr also mal wieder auf der Fahrt von Wien nach Genua seid, seid ihr herzlich eingeladen auf ein Abendessen zum Erfahrungsaustausch am lago!

    mit den besten Grüßen
    SanDee und Olaf

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