16. Dezember 2018
von Steffi
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Weihnachtsmärkte von Düsseldorf bis Wien

Wie viele Weihnachtsmärkte kann der Mensch besuchen ohne deren überdrüssig zu werden?

Letztes Jahr litt ich unter Weihnachtskitschentzug, dieses Jahr wollte ich einiges nachholen. Weihnachtsmärkte mag ich dabei gar nicht so sehr, da sind mir viel zu viele Menschen und zu viel Kommerz, vermisst habe ich Beleuchtung und  Stimmung, den Winter, die kahlen Bäume, die geschmückten Bäume, das Gemütliche, den Glühwein und die Maroni. Und Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne.

Das alles findet sich oft auf Weihnachtsmärkten oder in deren Umgebung. Auf geht’s! Weiterlesen →

Füchtelner Mühle

14. Dezember 2018
von Steffi
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Weihnachtsessen in der Füchtelner Mühle

Wenn es etwas gibt, worin meine Töchter und Schwiegersöhne alle (!) einer Meinung sind, dann ist es dieser Satz:

„(Deine) Mama ist verrückt!“

Zähneknirschend muss ich gestehen: Sie könnten recht haben…

Letztes Jahr litt ich so sehr unter weihnachtlichen Entzugserscheinungen, dass ich geschworen hatte: Dieses Jahr gibt es die volle Dröhnung! Und mit der Füchtelner Mühle fangen wir an!

Ich glaube, den Tisch in diesem Restaurant habe ich schon Ende August für die ganze Familie reserviert. Ich meine, so ein Essen im Micky-Maus-Weihnachtszimmer macht doch nur mit allen Engelskindern Sinn, oder?Füchtelner Mühle

Als einer meiner Schwiegersohn mitbekam, dass wir eineinhalb Stunden lang fahren würden, um in einem völlig mit weihnachtlicher Deko überladenen Raum das Mittagessen einzunehmen, war er kurz davor, mich einweisen zu lassen.

Oder zu Hause zu bleiben…

Ab der Autobahnabfahrt führte die Straße nach Olfen durch einen goldenen Wald, vorbei an der Westruper Heide und dem Stausee der Stever, über uns unendliches Blau: Der Herbst zeigte sich Mitte November von seiner allerschönsten Seite! Die Jüngste meinte: „Ganz schön skurril, jetzt ein Weihnachtsessen…“

Westruper Heide - Segeln mit Yemanja

Westruper Heide, auf dem Weg nach Olfen zur Füchtelner Mühle

Und skurril, fantastisch und so unendlich kitschig, dass es schon wieder kunstvoll war, wurde es dann auch: Schon im Vorgarten empfingen uns die ersten Nikoläuse, hießen uns herzlich willkommen. Drinnen empfingen uns pinke Bambis, glitzernde Rentiere, ein hundegroßer Eisbär, alles in Schnee und Glitzer gepackt – verrückt, einfach wundervoll verrückt!

Füchtelner Mühle

Teil des Empfangkomitees in der Füchtelner Mühle

Die nette junge Dame führte uns ins Micky-Maus-Zimmer: Dort erwarteten uns gefühlte 500 Stoffmickys im Weihnachtsoutfit. Und weiter 500 gewöhnliche, dazwischen Minnie, Glitzer, Schnee, Spieluhren, Weihnachtskugeln, Tannenbäume… Seit über 25 Jahren wird gesammelt!

Unser Tisch für zehn Personen nahm fast das ganze Zimmer ein. Gottseidank war er in die Mitte gebaut, so dass die Kinder weit weg von den verlockenden Figuren saßen und gar nicht auf die Idee kamen etwas anzufassen. Oder sie waren so geschockt…

Nach der Bestellung erkundeten wir die anderen Räume: Das fast schon neutrale Engelzimmer, das Hirschzimmer (eigentlich der Vorraum) und das Weihnachtszimmer, der hellste und größte Raum, so groß, dass eine Weihnachtseisenbahn unter der Decke herumfährt!

„Wenn jetzt das Essen nicht gut ist…“ warnte mich die Tochter mit dem mir freundlich gesinnten Mann.

Ich hatte Glück: Es war sehr gut! Hut ab! Eine Attraktion zu besitzen, in der auch noch gut gekocht wird, das nenne ich Leistung!

Außerdem war die Inhaberin, Frau Annemarie Berding-Möritz, sehr nett, brachte den Kindern immer wieder Spielfiguren, die Weihnachtslieder spielten oder holte den Eisbären zum Reiten – für ein Foto.

Ritt auf dem Eisbären

Anschließend spazierten wir noch durch die Westruper Heide: Afrikanische Savanne, Lüneburger Heide und Holland unter goldener Herbstsonne! Es war magisch!

Westruper Heide

Herbstnachmittag in der Westruper Heide

Fand sogar mein Schwiegersohn. Er kommt nächstes Jahr wieder mit, hat er gesagt.

 

Ganz leise aber nur.

INFO Landhaus Füchtelner Mühle

Kökelsumer Straße 66, 59399 Olfen

In den Weihnachtszimmern kann von November bis Februar gespeist werden. Montag und Dienstag ist Ruhetag

Die Empfehlung und dieser Blogeintrag kommen aus meiner Begeisterung für diesen wundersamen Ort, ich habe dafür keinerlei Gegenleistung erhalten.

Zum Teilen auf Pinterest kannst du gerne dieses Bild verwenden, oder jedes andere aus dem Artikel:Wweihnachstessen in der Füchtelner Mühle

Portofino - Gehen mit Yemanja

28. November 2018
von Steffi
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Portofino – Gehen mit Yemanja

Ein Parkplatz in Paraggi oder Portofino kostet knappe fünf Euro die Stunde. Klar, es ist wenig Platz, ist uns die Sache aber nicht wert. Außerdem will ich gehen: Gehen ist mein neues Fitnesselixier. Also parken wir kostenlos entlang der Straße kurz vor der Bushaltestelle Capo Nord, dort, wo wir im Sommer umdrehen mussten: Portofino war wegen Überfüllung geschlossen. Jetzt im Oktober, am letzten Tag vor der Schlechtwetterfront, hoffen wir auf wenig Touristen.

Bis zum Castello di Paraggi führt ein Weg aus Holzplanken hoch über den Stränden und der Küste am Meer entlang. Wir lachen über das Schild, das davor warnt, bei Sturm hier entlang zu gehen: Klar, das wäre sehr naß! Immer wieder drehe ich mich um, um einen Blick auf Rapallo zu werfen. Noch stehen die Masten der großen Yachten in der Marina – niemand hätte an diesem schönen Tag gedacht, dass 48 Stunden später davon nichts mehr übrig sein würde und Portofino nur mehr über See ereichbar wäre.

Blick auf Rapallo - Gehen mit Yemanja

Blick zurück auf Rapallo

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Sirmione: Die Grotten des Catull - Reisen mit Yemanja

18. November 2018
von Steffi
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Sirmione – Gehen mit Yemanja

Wir parken unser Auto auf dem Parkplatz kurz vor dem Stadttor von Sirmione, ich habe ihn übers Hotel gebucht. 800m müssen wir zu Fuß zurücklegen, bepackt mit Kameras und Rucksack, das Gepäck lassen wir im Auto. Ja, wir sind in Italien, welches in mir immer noch einen zweifelhaften Ruf hat.

Italien, musst du wissen, war nie unseres. Wann auch immer wir uns auf dem Weg nach Süden dorthin verirrten – wir fanden es abgewrackt, ungepflegt, mit schlechten Straßen und fehlenden Wegweisern. Nicht mal Venedig konnte mich vor knapp 40 Jahren überzeugen. Nur Triest mochte ich. Mit anderen Worten: Freiwillig wäre ich nie nach Italien gesegelt!

Jetzt liegt YEMANJA in Genua und ich bin verliebt in Italien. Ja, es ist immer noch abgewrackt, die Straßen sind in all den Jahren auch nicht besser geworden. Italien hat die EU nicht so wie andere Länder zur Sanierung genutzt. Wohin die teure Autobahnmaut geht, ist uns ein Rätsel! Unser Vorurteil steht immer noch: Korruption, Mafia und sowas wie Laissez-faire. Und doch – Italien hat Charme! So nutzen wir jede Gelegenheit, uns diese oft morbide Schönheit anzusehen: Auf der Fahrt von Wien nach Genua machen wir am Gardasee, in Sirmione, Halt. Weiterlesen →

Superlative der Kleinen Antillen, Antigua

9. November 2018
von Steffi
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Superlative der Kleinen Antillen

Ich habe so den Verdacht, wir haben die Karibik verlassen, bevor wir die schönsten Orte gesehen haben. Oder bevor wir uns ein Urteil erlauben können, denn wir haben vieles ausgelassen. (Ein Artikel, ob sich die Karibik lohnt, für wen und unter welchen Umständen, ist dennoch in Arbeit). Auch ist es kein Geheimnis, dass wir für die Karibik seltener Begeisterung aufbringen konnten, als für andere Teile der Welt. Schön, voller verzaubernder Momente, schillernden Farben, atemberaubenden Sonnenuntergängen und erinnerungswürdiger Erlebnisse war es dennoch!

Hier meine ganz persönlichen Superlative der Kleinen Antillen: von Grenada, Carriacou, St. Vincent und die Grenadinen, St. Lucia, Martinique, Dominica, Guadeloupe und Antigua: Weiterlesen →