Kinder in Uganda, www.sy-yemanja.de

14. April 2019
von Steffi
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Uganda Tag 18 und 19: Ugandas Kinder und du

„Mama, bringst du mir ein afrikanisches Tuch mit, so eines, mit dem die Frauen sich die Kinder auf dem Rücken binden? Und lass dir gleich erklären wie es geht!“

Der Auftrag unserer Tochter lässt sich leicht oder schwer erfüllen, je nachdem: Afrikanische Tücher sind Mangelware, aber die Frauen binden sich die Kinder mit jedem zur Verfügung stehendem Lappen auf dem Rücken: Kind Huckepack nehmen, Tuch herum und vorne einmal über und einmal unter der Brust festgebunden. Wer jetzt irgendwas von schlecht für den Rücken des Kindes faselt, der möge mir die deutsche Frau zeigen, die vollkommen gerade und elegant einen 20 l Kanister mit Wasser auf dem Kopf trägt! Oder Männer, die nicht weniger aufrecht hart am Feld arbeiten. Ich muss allerdings zugeben, ganz kleine Kinder haben wir kaum gesehen, die am Rücken waren alle mindestens ein halbes bis zwei Jahre alt.

Ach ja: Fotos von erkennbaren, süßen kleinen schwarzen Kindern wirst du hier keine finden: Ich möchte nicht, dass wildfremde Menschen Fotos meiner Engelskinder auf ihren Blog posten, also tue ich es auch nicht mit anderen. Abgesehen davon, verstößt es gegen Persönlichkeitsrechte. Weiterlesen →

Jinja, Uganda, www.sy-yemanja.de

11. April 2019
von Steffi
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Uganda Tag 16 und 17: Afrikanische Maniküre in Jinja

Wir fahren mit dem Taxi nach Jinja hinen, ich suche immer noch afrikanischen Stoff. Der kommt zwar aus Nigeria, wird aber auch hier getragen. Und ein paar Mitbringsel für die Engel…Jinja, Uganda, www.sy-yemanja.de

Jinja, Uganda, www.sy-yemanja.de

Downtown Jinja: Die Chinesen haben die Hauptstraße aufgerissen, jetzt passiert gar nichts mehr

Was wir finden, ist der Markt: Unten gibt es Gemüse, Obst und Haushaltsartikel aller Art, Im Zwischengeschoss die Metzger und ebenfalls Gemüse und oben die Schneider und Kleiderhändler: Hier werden unsere Altkleider verkauft, aus ihnen neues geschneidert und ganz wenige nähen Neues aus Stoff. Ein Schneider bringt uns zum Stoffhändler. Gerade heute, an Yemanjas Festtag finde ich einen schönen Stoff mit Fischen drauf. Später dann auch einige Stoffhändler an der Straße und eine Rosenverkäuferin: Von ihr erstehe ich eine pinke Rose für Yemanja und eine gelbe für Oxum, der Kraft des Süßwassers. Sie soll ja nicht eifersüchtig werden, weil sie die Gabe an Yemanja, zu deren Ehren heute am 2. Februar ein großes Fest in Salvador stattfindet, erst bis ins Salzwasser tragen muss…

Jinja, Uganda, www.sy-yemanja.de

Gabe an Yemanja

Jinja ist quasi das Wassersportzentrum Ugandas: Die meisten Leute kommen zum Rafting hierher. Das ist definitiv nichts für mich: Alle landen irgendwann im Wasser, ich habe viel zu große Sorge, dass dabei meine Brille draufgeht. Ohne sehe ich nicht mehr viel… Hier im Camp gibt es auch eine Schaukel, von der aus du dich ins Wasser fallen lassen kannst, ein Spaß, den sich viele Amerikaner gönnen. Dumm nur, dass ich vorher über den Zustand des Viktoriasees gelesen habe, über Überdüngung, Billharziose und sonstige Schadstoffe. Gut, das hier ist der Nil – nur woher kommt dessen Wasser wohl??? Immerhin entspringt er offiziell im Abfluss des Sees!

Wir entscheiden uns gegen jegliche mögliche Berührung mit dem Wasser.

Jinja, Uganda, www.sy-yemanja.de

Abendstimmung am Viktoria-Nil

Nachmittags bin ich mit Rosa verabredet, einer sehr feschen jungen Frau, die selbstbewusst verkündet, dass sie Friseuse sei und ihren eigenen Beauty Salon hat. Sie macht auch Maniküre, aber nur am Wochenende, während der Woche hütet sie die Kinder einer reichen Familie in Jinja. Nun, meine Nägel könnten etwas Pflege brauchen…

Jinja, Uganda, www.sy-yemanja.de

Rosa

Viel erwartet habe ich ja nicht – und muss dann doch herzlich über mich lachen! Der Beauty Salon ist eine Bretterbude, auf deren Lehmboden eine Plastikmatte den Schlamm/Staub in Zaum hält. An der Wand hängen Werbefotos von verschiedenen Haarschnitten oder auch Perücken und ein Sortiment künstlicher Haare in afrikanischen Stil. Rosa gibt sich redlich Mühe, sie verletzt mich nicht, ich habe meinen Spaß und die am schlechtesten lackierten Fingernägel aller Zeiten!

Am Ende fragt Rosa, deren 12jähriger Sohn in Kenia bei ihrer Mutter lebt, ob sie in Deutschland arbeiten könnte. Nun, da müsste sie Deutsch lernen. Und eine Friseurlehre machen, die dauert drei Jahre.

„Drei Jahre? Ich habe einen Monat bei meiner Schwester gelernt!“

Jinja, Uganda, www.sy-yemanja.de

„Kann ich in Deutschland arbeiten?“

INFO Jinja

Am Ende der Berichte über unsere täglichen Erlebnisse und Eindrücke kommt eine Zusammenfassung per Bericht und PDF damit du deine eigene individuelle Reise durch Uganda besser planen kannst!

Ziwa Rhino Sanctuary, Uganda, www.sy-yemanja.de

8. April 2019
von Steffi
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Uganda Tag 14 und 15: Rhinozerusbabies in Ziwa

Auch auf der Fahrt über eine gut befahrbare Straße zum Ziwa Rhino Sanctuary ist das Land trocken, die Menschen arm, obwohl die Hütten besser aussehen als bei Bulisa auf der anderen Seite des Nationalparks. Auch hier wohnen sie in strohgedeckten Rundhütten, doch sind diese größer und meist schöner und sorgfältiger verputzt, oft liebevoll verziert. Sie sehen besser aus, als manches Eckiges, das wir im Süden gesehen haben. Es gibt riesige Felder, die mit Traktoren bewirtschaftet werden, auch anders als im Süden. Insgesamt ist das Land weniger dicht besiedelt. Und es gibt noch etwas Unglaubliches: Frauen auf dem Fahrrad, eine lenkte sogar ein Motorrad! Das war bisher undenkbar!

Ziwa Rhino Sanctuary, Uganda, www.sy-yemanja.de

Auf der Fahrt von Murchinson Falls zum Ziwa Rhino Sanctuary

Zu Mittag sind wir kurz vorm Ziwa Rhino Sanctuary, einer ehemaligen Farm, wo das südliche Breitmaul-Rhinozeros gezüchtet wird, mit dem Ziel, es auszuwildern. Das letzte Rhino Ugandas wurde 1982 erschossen, es gibt keine wild lebenden mehr hier.

Das Sanctuary ist mit einem Elektrozaun gesichert, der Campingplatz mit dicken Eisenpfosten: Hier sind wir auf der anderen Seite des Zauns! Mir fehlt die Wildnis! Mich stören die zwei, drei Tage, die wir jetzt noch übrig haben, ohne Wildnis, oder die drei, die wir zu wenig haben, um nach Kidepo und Mount Elgon zu fahren…

Ja, auch ich habe manchmal schlechte Laune! Weiterlesen →

5. April 2019
von Steffi
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Uganda Tag 12 und 13: Murchinson Falls

Die deutsche Tour, die wieder neben uns bei der Murchinson River Lodge gezeltet hat, fährt ab, wir trinken noch Kaffee – und bemerken einen platten Reifen. Auch dem Reservereifen fehlt Luft, außerdem ist er mindestens dreimal geflickt. Ich ärgere mich hauptsächlich über uns selbst: Weil wir nicht regelmäßig die Luft geprüft haben und auch nicht die Reifen, bevor wir in Entebbe losfuhren. Uns drängte damals die Zeit. Egal: Tomy wechselt erst mal den Reifen.

Murchinson Falls Nationalpark, Uganda, www.sy-yemanja.de

„Papa lacht ja noch“

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