A school of dolphins were the first ones to congratulate Tomy to his 60th birthday and 1st one on sea. His dream is coming true! Lieb dich, mein Schatz!
9. Juli 2014
von Steffi
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9. Juli 2014
von Steffi
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A school of dolphins were the first ones to congratulate Tomy to his 60th birthday and 1st one on sea. His dream is coming true! Lieb dich, mein Schatz!
7. Juli 2014
von Steffi
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So, morgen geht es los, wir werden so gegen 10 Uhr Camaret sur Mer verlassen, um über die Biskaya zu fahren. Der Wind kommt dann beständig aus nördlichen Richtungen, 10 bis 25 Knoten erwarten uns, je nachdem wann und wo. Gestern sah es so aus als würde es am meisten vor A Coruna blasen, heute sagt der Wetterbericht dort in der angenommenen Ankunftszeit recht wenig Wind voraus. Der beste Wetterbericht kann zwei oder drei Tage vorher nicht wissen, ob der Wind sich nicht verlagert, früher geht oder länger bleibt. Wir wissen, dass Yemanja 25 Knoten mit 1 bis 2 m Welle gut bewältigen kann.
Kochen wird unterwegs in der Schaukelei nicht lustig sein, doch ist ein angenehm gefüllter Magen die beste Vorbeugung gegen einen etwaigen Anflug von Seekrankheit. Deshalb haben wir vorgesorgt: Eier sind gekocht, Quiche ist gebacken, Couscous vorbereitet, Lasagne muss nur mehr in den Ofen geschoben werden. Crepes mit Maronicreme bestreichen werden wir auch hinbekommen. Der Motor hat schon jetzt einen gut gefüllten Vorratsspeicher – vollgetankt ist.
Die Halterungen des Tisches sind festgezurrt und mit Filzplättchen gefüttert, damit sie nicht klappern. Kissen kommen morgen früh aus dem gleichen Grund in die Schränke. Jetzt noch die Seekoje und die warme Kleidung vorbereiten und es kann losgehen!
350 Seemeilen liegen vor uns, 5 Knoten im Durchschnitt müssten auf jeden Fall zu schaffen sein, das macht dann also höchstens 70 Stunden, knapp drei Tage. Unterwegs gibt es keine Übertragungsstationen, wir werden also vom Bildschirm auf Marinetraffic verschwinden und irgendwann wieder auftauchen…
Wenn der Laptop, das Pactor Modem, die Funkanlage und die Einstellungen auf der Website gut arbeiten, kann ich von unterwegs bloggen, ohne Fotos erst mal, aber immerhin.
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Tomorrow is the day! We will leave Camaret sur Mer tomorrow morning to cross the Bay of Biscay. We will have northerly winds, 10 to 25 knots depending on location and time. The overall situation looks good, from tomorrow to the weekend, so we will see how the weather actually is like. We do know that Yemanja can handle 25 knots and 1 to 2 m wave quite well.
Cooking will be no fun, but a nicely filled belly is the best prevention against any hint of seasickness. We are prepared: Eggs are boiled, Quiche is made, Couscous and Lasagne are ready for the oven. We’ll manage to put some chestnut cream on crepes. The engine’s tank is filled up as well.
Anything that can make noise is – hopefully – fixed, warm gear ready to jump in.
350 nm are ahead of us, we should be able to go at least 5 knots average, the most 70 hours, sort of three days. There are not any transponders on our way, so we will disappear from marinetraffic.com and eventually show up again.
If this laptop, the Pactor modem, the short wave radio and the website’S settings are working well, I will be able to blog underway.
4. Juli 2014
von Steffi
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Heute Morgen sah die Biskaya ruhig und friedlich aus, zumindest das, was wir vom Bus aus sehen konnten. Wir haben ja noch ein paar Tage Zeit, bis es losgeht, also fuhren wir mit dem ersten Bus nach Quimper. Der geht um 6:40 früh, der nächste dann mittags…
So früh am Morgen, kurz nach Sonnenaufgang, wenn der Nebel noch wie Brautschleier in den Tälern liegt, wirkt jedes Land wie verzaubert. Doch die sanften Hügel von Finisterre, mit gelben Weizen, hellgrünen Mais, dunkelgrün gesäumt von Bäumen, kleinen Baumgruppen oder Wäldchen sind schon eine ungewöhnlich schöne Braut! Immer wieder blinkt in der Ferne blau das Meer. Die kleinen Ortschaften mit Kirchtürmen wie aus Spitze sind besondere Zier. Jeder Ort, und sei er noch so winzig, leistet sich einen Blumenschmuck auf Verkehrsinseln, Wegesrändern und sonstigen öffentlichen Anlagen, der seinesgleichen sucht! Er muss ein Vermögen kosten! Keine Ahnung, wie sich die Gemeinden das leisten können – Industrie oder Handel gibt es nicht, nur Landwirtschaft.
So haben sich das frühe Aufstehen und die 4 Euro für die Busfahrt schon gelohnt!
In Quimper waren wir vor vielen Jahren schon mal, der herbstliche Blumenschmuck der Stadt war mir noch lebhaft in Erinnerung, jetzt auch der sommerliche. Quimper hat so etwas wie einen Dom-Light, eine Kirche, viel kleiner und leichter als der Kölner Dom und dennoch diesem sehr ähnlich. Der Ort ist hübsch, mit einigen netten Winkeln, kann aber insgesamt mit dem Charme der Dörfer oder anderen Städten der Bretagne, wie Dinan, Dinard, Vannes oder St. Malo nicht mithalten.
Insgesamt jedoch ist die Bretagne einer der schönsten Landstriche Europas, ein Besuch hier gehört auf jede Löffelliste! Im Leben nach dem Boot komm ich wieder, dann mit meinem Engelchen und zeig ihm die Wunder hier!
Wir wollten in Quimper ein Auto für zwei Tage mieten um diese Ecke der Bretagne näher zu erkunden und um viele Fotos zu machen, um euch hierhin zu locken. Doch selbst ein Fiesta für zwei Tage kostete weit mehr, als uns der Spaß wert war!
Also aßen wir leckere Crepes mit Maronicreme (Steffi) und Schokolade und Kokosnussraspeln (Tomy), hielten Mittagsschlaf im Schatten auf einer Parkbank, bis dann endlich wieder ein Bus zurück ging. Denn öfter als dreimal am Tag fährt der leider nicht. Übrigens kostete jede ununterbrochene Fahrt, egal wie weit, 2 Euro pro Person.
In ein, zwei Stunden wird die Sonne so schön und friedlich untergehen, wie sie heute früh aufging: Ein einzigartiger Tag geht zu Ende!
This morning the Bay of Biskay looked quiet and peaceful, at least the tiny part we could see from the bus. As we have a few more days till we go, we took the first bus to Quimper this morning – at 6:40 am. The next one goes at noon…
Early mornings, just after sunrise, when the mist still looks hangs a bride’s veil over the valleys, every countryside looks charming. However the soft hills of Finisterre, with yellow fields of wheat, bright green ones with corn, lined with dark green trees or small woods are an outstanding beautiful bride. From time to time there are glimpses of the blue sea. The tiny villages with their lazy church towers add extra embellishment. Each of those villages spends a fortune on flower beds. We have no idea how they can afford this, as there is no sign of industry or business, only farming.
Getting up early and spending 4 Euros on the ticket was well worth it!
We have been to Quimper before, many years ago. I still remember the fall flower displays thereans now add the summer one. There is a cathedral quite similar to the Cologne one in Quimper, but much smaller and lighter. Quimper is a nice little town, but not as pretty as the charming little villages or the famous towns of Brittany, like St. Malo, Dinan, Dinard or Vannes.
Brittany is without doubt one of the most beautiful countrysides in Europe, a visit here should be on any bucket list! I’ll come back for sure, with my little angel to show him all the miracles here!
We wanted to rent a car for two days in Quimper to explore more of this part of Brittany and to take a lot of photos . But it was so expensive, that we decided this is not our financial priority!
Instead we had tasty crepe, took a nap on a bench in a park. We caught the second bus back to Camaret – they only go three times a day.
In one or two hours the sun will set as beautifully as it has risen this morning: A special day is coming to an end.
3. Juli 2014
von Steffi
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Es gibt drei Dinge, denen frau beim Segeln an Frankreichs nördlicher Küste nicht entgehen kann:
Erstens: Ihre Schönheit und Vielseitigkeit
Zweitens: Atomenergie
Sei es das Atomkraftwerk Paluel neben Dieppe oder die Atommüllwiederaufbereitungsanlage La Hague, sie nehmen viel und prominenten Platz an der Küste ein.
Und drittens: Krieg
Alte Befestigungsanlagen gehen bis ins 17.Jahrhundert zurück, doch am häufigsten sind Bunker und Anlagen aus dem 2 Weltkrieg. Immer wieder stolpert Frau über Gedenkstätten und Denkmäler, die an die Befreiung Frankreichs oder den Gräuel der Seeschlachten erinnern. Und heute liegt um die Ecke von Camaret sur Mer die französische Atom U-Boot Flotte. Schüsse und Detonationen aus Übungen hallen fast den ganzen Tag durch die Bucht.
Hier wird mir bewusst, welch einen unglaublichen Willen zum Frieden, zum Verständnis, zur Vergebung, ja Versöhnung die Bevölkerung Europas und ihrer politischen Repräsentanten in den vergangenen 70 Jahren an den Tag gelegt hat. Sicher, die Verwaltung der EU ist bürokratisch, manchmal einengend, und doch ist die Existenz der EU, einer gemeinsamen Währung eigentlich nur ein bis zwei Generationen nachdem sich unsere Väter und Großväter in Schützengräben gegenüber standen oder durch den Eisernen Vorhang getrennt waren, eine machtvolle Demonstration dessen, was Verhandlungsgeschick und der Wille zur Verbundenheit erreichen können. Die heutige Verbundenheit der ehemaligen Feinde ist ein Zeichen der Hoffnung für alle Menschen, die immer noch unter Krieg, Verfolgung und Diktatur zu leiden haben. Lasst uns weiter daran arbeiten, feilen, sie verfeinern und vervollkommenen!
There are three thing you can’t miss when sailing France northern coasts.
First, there is it’s breathtaking beauty and versatility.
Second, nuclear power.
Both the nuclear power plant Paluel and the nuclear reprocessing site La Hague have a very prominent and huge position on its coast.
Third, war.
There are old fortresses dating back to the 17th century. And more or less on every step you take along the coasts you find bunkers from World War II. There are memorials reminding the relief of France or the cruelness of sea battles. And today the nuclear submarine fleet is located just around the corner of Camaret sur Mer. Their training shooting and explosions can be heard all day long.
Here I become aware of the unbelievable intention for piece, understanding, forgiving and reconciliation, which the population of Europe and their political representatives showed in the past and still do. Surely, not everything in the EU is great, there is room for improving. Considering that only one or two generations before our fathers and grandfathers were fighting each other or we were parted by the Iron Curtain I believe, that the EU is a powerful demonstration of what intention for peace together with negotiating skills can reach. Today’s solidarity among former enemies is a strong sign of hope for all those still suffering in war, a dictatatorship or prosecution. Let’s go on improving this solidarity further and further!
2. Juli 2014
von Steffi
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Camaret sur Mer lässt sich wirklich einiges einfallen, um seinen Gästen und Bewohnern etwas zu bieten. Da ist einmal Vauban Turm, Teil der Befestigungstanlagen aus dem 17. Jahrhundert, in dessen Katakomben sich die Toiletten der Marina befinden. Daneben steht eine hübsche kleine Kapelle, vor dieser die heutzutage größte Attraktion: der Schiffsfriedhof. Die alten Fischerboote sind wirklich beindruckend. Alles zusammen auf einer kleinen Halbinsel gelegen könnte das äußerst hübsch sein – wenn da nicht diese schwarze Halle einer kleinen Werft, ein unansehnlicher Kasten, den Blick von so gut wie jeder Seite vollkommen verschandeln würde.
Bis heute um halb zwei Uhr nachmittags jedenfalls. Da waren wir in den Katakomben pinkeln. Eine halbe Stunde später, als wir zur Boulangerie um zwei Tarte aux Fraises gingen, war sie, unbemerkt von uns, schon halb abgebrannt. Niemand störte sich daran, dass wir, die Arbeiter und eine Horde Schulkinder neben der Kirche standen und der Feuerwehr bei der Arbeit zusahen. Doch zurück über den Quai gehen ließ uns die Polizei dann nicht mehr: In dem Gebäude wären explosionsgefährliche Maschinen.
Bürger von Camaret, und ihr habt zugelassen, dass die neben euren Kleinoden stehen???? Und die UNESCO auch? Denn der Vauban Turm gehört zum Weltkulturerbe! Oder hat euch/uns da einer Quatsch erzählt?
Abgebrannt sieht die Halle jetzt wenigstens antik aus…
Dennoch: Dem Besitzer, den Menschen, die dort arbeiteten: Alles Gute für die Zukunft! Den möglichen Verletzten: Gute und schnelle Besserung! Den Einsatzkräften: Danke! Den Einwohnern und Besuchern: Eine dem Kulturerbe würdige und ebenbürtige Umgebung!
Mögen die Vorfälle zu eurer aller Besten sein!
Uns brachte ein Boot des Hafenmeisters wieder zurück, gemeinsam mit einem holländischen Paar, das gerade aus der Biskaya kam: „Wartet noch ab,“ war ihr Rat, „und wenn ihr drinnen seid, nicht zu viel denken!!!“
Camaret sur Mer is quite creative entertaining their inhabitants and guests. There is the Vauban tower, part of the fortress built around 1695. In its catacombs there are the toilets of the marina. Next to it is a very nice little chapel, and in front of this the most photographed sight of Camaret: The ship cemetery. The old wooden fisher boats are really impressive. Al together this would be a quite pretty sight – if it weren’t for the ugly black industrial building in the middle of all!
At least until two this afternoon. We went to the catacombs and all was fine, half an hour later when we set off for the boulangerie, it was almost burnt down. We did not notice this as we were too far down with the ebb to look over the harbor wall. Anyway, we, some school kids and workers watched the fire brigade for some minutes, nobody cared. It was still fuming then. But when we wanted to do back, the police would not let us, despite the lack of fume now. There are explosive goods in there, was their argument.
Are you kidding? Inhabitants of Camaret, how could you allow this to be installed right next to your crown jewels? Or UNESCO? The Vauban tower is part of the world cultural heritage. Or did somebody trick us or you?
Well, burnt down the building looks at least somehow antique…
Still, there’s people involved: All the best to the owner, workers, the possible injured, the fire brigade and inhabitants!
We were brought back by the harbor master’s dinghy, together with a couple just coming up north from the Bay of Biscay: “ Wait a bit,“ they said, „and when you are in do not think too much!“