6. September 2013
von Steffi
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Makkum

Was für ein herrlicher Spätsommertag! Während wir darauf warten, dass unsere Sprayhood repariert wird, verholen wir Yemanja in den schöneren und näheren Fischereihafen.

Wir erkunden Makkum: Ein weiterer entzückender holländischer, besser:  friesischer Ort!

Wir wundern uns über die Meerjungfrauenkostüme vor zwei Häusern, doch dann bemerken wir, dass das Makkumer Wappen eine Meerjungfrau ist!  Wie konnten wir das nur übersehen!

Wir liegen in der Sonne, lesen, stricken. Am Nachmittag holen wir unsere Sprayhood, die hier von der Firma De Vries hergestellt und nun nach Ablauf der Garantie kostenlos repariert wurde, ab – toller Service!

Dann noch ein kaltes Wieckse Witte und frisch in dünnem Teig frittierte Kibbelinge mit Knofloksauce im warmen Licht der September-Abend-Sonne!

Das Leben meint es wieder gut mit uns! Danke!

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4. September 2013
von Steffi
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Kein Wind, Mücken und algengrünes Wasser

Man muss nicht vor Afrika segeln, um in einen Schwarm Ungeziefer zu kommen: Das IJsselmeer im September tut es auch. Gut, es sind keine stinkenden Würmer, keine grünen, schleimigen Heuschrecken, sondern nur Millionen kleiner Stechmücken. Stechen tun sie noch nicht, aber sie überziehen alles mit schwarzem Gewimmel: Meine Beine sind paniert, ich kann die Seiten meines Buches nicht schnell genug leerpusten und umblättern und wenn ich mit Tomy reden will, so geht das nur mit der Hand vorm Mund,  andernfalls würde ich einige davon verschlucken.

Zwei Stunden dauert der Spuk, dann kommen keine neuen mehr nach…

Und wir sind bald in Makkum, nach 7 Stunden Fahrt unter Motor: Das algengrüne IJsselmeer ist beinah spiegelglatt, so mitten in der Woche sind auch nur wenige Schiffe unterwegs. Tomy schließt den Autopiloten an: Er steuert uns wunderbar über die glatte See, genau dorthin, wo wir hinwollen. Tomy tauft ihn Fred.

Wir legen im Sailcentre Makkum an, weil es nah am Ort ist und WiFi hat. WiFi funktioniert nicht, und nah ist relativ. Tessa jedenfalls ist froh, laufen zu können!  Bis auf eine winzige Pinkelpause in der Schleuse – diese blieb lange offen, weil  noch ein Schiff weit hinter uns in die Schleuse fuhr – hielt sie die ganze Zeit brav durch.

Jetzt schnarcht sie.

Und Tomy saugt die  Mücken von Bord.

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You do not have to sail Africa’s shores to encounter swarms of insects: Crossing the Ijsselmeer in September does the same. We had no stinky wurms, no slimy grashoppers, but millons of  smal moskitos. Too small to bite, but everything is covered with a black swarms: My legs are coated with tinny insects, I can’t turn the pages of my book quickly enough after blowing all off and if I want to talk Tomy I have to cover my mouth with my hand, otherwise I would swallow some. After two hours no new ones are coming.

It takes us 7 hours to Makkum. There is no wind, and in the middle of the week hardly any ships. Tomy turns on the autopilot, for the first time.  It takes us exactly where we want to go. Tomy calls it Fred.

We find a berth at Sailcentre Makkum, which is pretty close to the village and has WiFi. Pretty close is relative,  and WiFi does not work. Tessa is happy to walk! She had a short break to wee while we were in the lock to the IJsselmeer.

Now she is snoring next to me.

Tomy is vacuuming the boat.

24. August 2013
von Steffi
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So was wie Weihnachten im August

Am Nachbarsteiger wurde ein Schiff, ausgerüstet mit allem, was für eine lange Fahrt notwendig ist, verkauft. Zufällig kam Tomy ins Gespräch mit dem Eigner:

„Wir waren im Mittelmeer, haben dort alle Inseln umrundet. Gut, in Griechenland wurde das dann schwierig, außerdem war es mir da zu eng. Wir sind dann nach Senegal, Gambia, runter nach Rio. Von Rio bin ich dann allein in die Karibik gesegelt…“

„Ah, von Rio in die Karibik – dann warst du sicher auch in Salvador?“

„Salvador ist meine zweite Heimat, da wohne ich!“

So lernten wir Jochen kennen. Am Freitag lauschten Tomy und ich staunend seinen Abenteuern:

Vom Fahren in Afrikas Flüssen, ohne Karten versteht sich; vom Aufsitzen auf Sandbänken; von korrupten Beamten; von deutschsprechenden schwarzen Generälen, von bis an die Zähne bewaffneten Soldaten – inklusive Ray Ban Sonnenbrillen und Maschinengewehren im Anschlag; von Seeräubern; von fliegenden, stinkenden Würmern vor Afrika; vom Hochseeangeln; wenn der Angelhaken im Daumen steckt, während er einhand auf ein Riff zufährt; von Kuba und Belize; den ABC-Inseln, die holländisch geordnet sind; wie man Schaps und Schubladen sichert und sich gegen Moskitos schützt; von…

Am nächsten Tag brachte er dann all das bei uns vorbei, was er nicht mehr brauchte, aber auch nicht den Käufern überlassen wollte – schließlich hatte er ihnen ja schon fast sein Schiff schenken müssen!

Nun sitzen wir wie kleine Kinder mit roten Backen vor Aufregung vor all den Tüten und Kisten:

Da sind Beschläge; ein brasilianischer HP Drucker; ein Transformator von 12V auf 19V, nur nutzbar, wenn wir einen Steckeradapter finden; eine Sackkarre; jede Menge CDs mit Musik aus aller Welt – ich glaube man braucht ein Segelleben, um die alle zu hören; diverse DVDs; Seekarten, die eigentlich unerhältlich sind; elektronische C-Maps; die besagte Angelausrüstung (ohne Fleisch daran); Tupperdosen – eben Weihnachten!

Fehlt nur noch Stille Nacht und Ihr Kinderlein kommet:

Die (Montag) Nacht war eher lang als still, doch am Morgen lag er da, wohlig entspannt auf dem Bauch seines Vaters.

Wer?

Unser Engelchen Lian!

Tomy und die Meerjungfrau

21. August 2013 von Steffi | 2 Kommentare

Ponton

Tomy holt den Ponton

Tomy fetching the ponton

Putzen

Dann wird das Schiff geputzt

He cleans the ship

ertappt

Ertappt! Er zieht die Meerjungfrau aus,

Got you! He undresses the mermaid,

Fühlen

fühlt, ob alles sitzt.

feels, if she is alright.

Done

Ja! Hier ist sie unsere Gallionsfigur!

Yes! Here she is!

Yemanja!