5. November 2013
von Steffi
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Es wird Ernst!

Unser Unternehmen kommt in die heiße Phase – in [ujicountdown id=“Ablegen“ expire=“2014/05/26 08:00″ hide = „true“]

                    Tagen            Stunden       Minuten    Sekunden :-)

stechen wir in See!

Also am 26. Mai.

Oder auch nicht! Kommt drauf an, ob wir mit den wichtigsten Vorbereitungen fertig sind. Damit das klappt, können wir jede Menge Untertützung brauchen! Wie? Das steht hier!

Dann brauchen wir nur noch guten Wind und gutes Wetter!

See above in how many days we hope to leave. And feel free to browse, some blogs have an English summary below.

3. November 2013
von Steffi
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Sturm- und winterfest

Wie eine dicke fette Spinne im Netz liegt sie da, unsere Yemanja, fest vertäut in der Box.*

Ja,  dieses Jahr überwintert sie im Wasser. Auch das geht nicht ohne Vorbereitung: Lebensmittel, Medikamente, Signalraketen und Gasflaschen wurden ausgeräumt, ebenso das Bücherschap, die Bettwäsche wird gewaschen, das Bettzeug am Dachboden gelagert. Die Segel mussten runter, wurden zusammengelegt, sie überwintern im Keller – ebenso wie jede Menge anderer Kram! Tomy prüfte den Impeller, füllte Diesel nach  und machte Ölwechsel. Zumindest stand das auf seiner Liste, für den Ölwechsel fehlte das Werkzeug, also wird ihn Yachtservice Visser machen. Er leerte den Fäkalientank, den Frischwassertank und den Boiler, um alles dann erneut mit Frostschutzmittel zu füllen. Ich stellte die Pölster auf, damit überall Luft dran kann – es sieht traurig aus :-(. Persening haben wir keine, aber wir hüllten die Leinen am Mast in Mülltüten und klebten alles ordentlich zu. Als alles von Bord war, einschließlich mir (ich wäre sonst nicht mehr heruntergekommen), vertäuten wir das Boot mit dem Bug in den Wind in der Box. Jetzt vertrauen wir darauf, dass eine Göttin selbstverständlich den Winter und die Stürme gut überstehen wird.

Den ersten Herbststurm mit Windstärke 11 hat sie ja schon gut hinter sich gebracht! Was man von dem gemütlichen und leckeren Restaurant im Hafen leider nicht sagen kann:

Das Restaurant De Zeilhoek nach dem Sturm Christian

Yemanja made it through the first storm this year. The cozy and delicious restaurant in the marina did not.

*Davon hab‘ ich dummerweise kein Foto gemacht!

16. Oktober 2013
von Steffi
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Seekrank???

„Werden Sie seekrank?“

Wann immer ich unterwegs die Segler, die im Sommer über den Kanal nach Holland gekommen waren, nach deren Tipps und Erfahrungen für eine entspannte Überfahrt nach England fragte, bekam ich diese Frage zur Antwort:

„Do you get seasick?“

Woher soll ich das wissen? Ich war noch nie tagelang auf See! Und Tomy auch nicht.

Gut, ich gehöre nicht zu den Menschen, die beim Schnorcheln kotzen, Tomy wird auch nicht im Hafen schwach – zumindest nicht sein Magen ;-). Beide sind wir rund um Malle gesegelt, 8 Stunden bei Windstärke 8 mit einer Etap 21i über den Kvarner – seekrank? Nicht wirklich. Die ersten drei, vier Stunden vermeiden wir es beide unter Deck zu gehen, dann ist es gut.

Vor ein paar Jahren waren wir in Brasilien, Wale beobachten. Die Crew legte uns allen sehr nahe, Tabletten zu nehmen, denn die Wellen im Atlantik hätten es in sich. Unsere Töchter und wir sahen einander kurz an und entschieden uns dagegen, ebenso ein fülliges brasilianisches Paar. Wer war nicht seekrank? Richtig: die Crew, die ununterbrochen essenden Brasilianer und wir. Alle anderen waren in einem höchst bedauerlichen Zustand!

Seekrank waren wir also beide noch nie.

Aber wehe, wir beugen uns abends im Hafen beim  Zähneputzen über das stillstehende Waschbecken…

Schnorcheln Steffi

8. Oktober 2013
von Steffi
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Holland – Netherlands

Hier noch ein paar Fotos von Holland im Juli und September

A few more pictures form the Netherlands in July and September

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7. September 2013
von Steffi
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Sichtbarkeit auf See

Wie weit kann ich auf See sehen? Wie weit kann ich wahrnehmen und wahrgenommen werden?

Wer das im Internet googled, bekommt jede Menge Erklärungen über Krümmungswinkel, Höhe, Wellenlängen des Lichts oder des Schalls, Hindernisse…* Und in der Praxis?

Gestern versuchte die Sonne immer wieder durch die Schleier der Wolken zu leuchten, Schleier, die kaum sichtbar bis zum Wasser reichten. Es war diesig. Obwohl wir nur ein paar wenige Seemeilen vom Land entfernt segelten, war um uns nur Wasser. Eine Weile schwebten rechts von uns ein paar leuchtende Punkte oder sonnenbeschienene Rechtecke über dem Horizont: Wir segelten entlang des Abschlussdeiches des IJsselmeeres, auf dem die Straße von Den Oever nach Makkum verläuft.

Viele Menschen erzählen mir, dass sie Angst hätten, wenn sie nur von Wasser, ohne Sicht auf das Land wären. Obwohl ich das schon erlebt habe, hier – bei diesigem Wetter- oder in Kroatien, habe ich es noch nie so empfunden: Das Land ist in mir. Ich weiß, dass es da ist, um mich herum.

Ich nehme das Land wahr, ohne es zu sehen. Verrückt!

Die grenzenlose See ist nicht hier. Auch wenn ich nur Wasser sehe. Die Grenze ist in meinem Kopf – ich schwimme in einer Badewanne… Bin neugierig, wie weit ich wirklich vom Land weg sein muss, bis dieses Gefühl aufhört!

Seltsamerweise haben wir beide den Eindruck, dass es heute noch diesiger ist als gestern. Doch als wir den Hafen in Hindeloopen verlassen, liegt in der Ferne vor uns eine Insel: Wo war die gestern?

Sicher, es kann nur die kleine „Insel“ am Deich sein – doch fest steht, dass wir gestern viel näher dran waren und sie gerade mal erahnen konnten!

Wir sehen heute Morgen auch nicht, wo wir sind: Keines unserer Geräte empfängt ein GPS-Signal. Erst nach 20 Minuten sind wir wieder „da“.

Wer Funken lernt, lernt auch, dass Ultrakurzwellen nur ein paar Kilometer weit zu empfangen sind, schon allein deshalb, weil sie auf Landmassen, Häuser, Berge und Schlechtwetter treffen. Doch das gilt hier nicht, Holland ist einfach nur flach:

Auf Kanal 16 hören wir Oostende Radio, Dover Coastgard (two Tow-and-Tug ships sind wo genau?), Wetterwarnungen für Lincolnshire und the Wash und die deutsche Küstenwache. Nur die Niederländer melden sich selten. Außer um einen falschen Distress-Alarm zu korrigieren.

Und unser AIS-Signal ist zu schwach, um auf marinetraffic.com gefunden zu werden. Von anderen Schiffen werden wir auch erst wahrgenommen, wenn sie uns gefährlich nahe sind. Wie genau lässt sich das verbessern? Weiß einer Rat?

 

* Wenn man hinterm Steuer eines Segelbootes, rund drei Meter über dem Meeresspiegel, dann kann man bei guter Sicht den Horizont in rund 6 km Entfernung sehen. Hohe Schiffe, Leuchttürme, oder Berge kann man schon von weiter her sehen – sie ragen ja über die Erdkrümmung hinaus. Berechnung hier!

PS: Am nächsten Morgen schüttete es. Danach war die Luft glasklar, diese Sicht! Marken und Volendam leuchteten gülden im warmem September-Nachmittagslicht! Unvergleichlich!