1. Juli 2015
von Steffi
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Tipps für die Biskaya

Heute, in Brasilien, lachen wir über die „Angst vor der Biskaya“, aber damals saßen wir alle zitternd und gebannt vorm Wetterbericht! Und früher oder später kommen wir mit neuen Bekannten immer wieder aufs „Erste Mal“ zu sprechen

Vor unserem eigenen “Ersten Mal” haben wir alles gelesen, was wir über die Biskaya finden konnten. Hier unsere Überlegungen und Erfahrungen:

Niemand kennt dein Schiff und deine bzw. die Fähigkeiten deiner Crew so gut wie du! Deshalb entscheidest immer du mit deiner Crew, was wann geht. Ihr überlegt gemeinsam, was ihr euch zutraut – wenn 10 Schiffe losfahren, aber dein Bauch nein sagt, dann wartest du!

Besonderheiten der Biskaya

  1. Der Kontinentalschelf: Innerhalb weniger Seemeilen fällt die Meerestiefe um rund 4000m. Dadurch werden die Wellen höher und stärker gebrochen.
  2. Der Verlauf der Küstenlinie: Dadurch überlagern sich die Seen.
  3. Durchzugsgebiet der atlantischen Tiefdruckgebiete

Aus obigen Gründen empfiehlt sich eine Überquerung möglichst weit im Westen, entweder von Falmouth oder Brest/Camaret sur Mer aus, zwischen Mai und Mitte August ist der beste Zeitpunkt.

  • Oft herrscht zum Beispiel dichter Nebel!
  • Der Wind und das Wetter vor A Coruna lassen sich nur schlecht Tage vorher einschätzen.
  • Vor den Küsten ist immer mit Fischern ohne AIS zu rechnen, deren Kurse recht unberechenbar sind. Netze sind schlecht gekennzeichnet und im Wellengang u.U. nicht zu erkennen.
  • Die Überfahrt von Falmouth aus dauert rund 4,5 Tage, von Camaret knapp 3 – für viele Crews aus Deutschland, England, den Niederlanden, Belgien und Frankreich ist das die erste lange Überfahrt auf den Weg in den Süden. Wachzeiten, Orientierung und Lichterkennung nachts, bzw. die Interpretation des Radars sind u.U. noch nicht sicher.
  • Wer von Falmouth aus fährt, muss durch eine der meistbefahren Schifffahrtsrouten der Welt.
  • Auch wenn du bisher nie seekrank wurdest – wenn es deine erste längere Fahrt ist, solltest du damit rechnen, nicht 100% einsatzfähig zu sein.

Wichtig ist also

  • Vorher so viel Erfahrung wie möglich sammeln.
  • Wetterkarten schon vorher studieren, auf Marinetraffic.com kann man auch sehen, wann die Schiffe z.B. von Camaret losfahren, mit Wettervorhersage vergleichen, um ein Gefühl für eine gute Wetterlage zu bekommen.
  • Nimm ein Mittel gegen Seekrankheit – den meisten wird unterwegs auf die eine oder andere Art flau.
  • Vorkochen (Aufläufe für den Ofen) und Snacks vorbereiten. Ein angenehm gefüllter Magen beugt Seekrankheit ebenfalls vor, und kochen ist bei Wellengang kein Vergnügen. Außerdem willst du, bis du dich an den Wellengang gewöhnt hast ,so kurz wie möglich in der Kajüte sein ;-)
  • Alles festzurren, Klappern abstellen, Kissen in Schränke – neben dem Wellengang ist Lautstärke der größte Feind des Schlafes.
  • Seekoje vorbereiten – ein Bett, in dem man trotz Wellengang gut schlafen kann.
  • Ausgeruht und entspannt angehen.
  • Für Schlaf sorgen – experimentiert ruhig mit den Wachzeiten, niemand kann euch vorschreiben, was richtig ist.

Unsere Erfahrungen

  • Wir würden wieder von Camaret aus fahren, einfach weil drei Tage eine absehbare Zeit sind und wir keine Schiffahrtsrouten kreuzen müssten. Dann natürlich mit gutem Wetterfenster
  • Die Tide vor Camaret nahmen wir bei auslaufenden Wasser
  • Fast wichtiger ist, so loszufahren, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, in A Coruna bei Tageslicht anzukommen. Fast alle, die wir trafen, brauchten rund 70 Stunden, also knapp drei Tage, recht unabhängig von der Schiffsgröße.
  • Ich wache von 8:00 bis ca 1:00, Tomy von 1:00 bis ca 6:00. Tomy schläft meist schon um halb neun auf dem “Sofa” ein, während ich gerne lange lese. In der Praxis ist es auch so, dass wir draußen wachen, wenn es nicht gerade schüttet und dabei auch dösen – Die Eieruhr oder der Timer wecken alle 20 Minuten. Das geht natürlich nur draußen auf See, wo es kaum Fischerboote ohne AIS gibt.
  • Kaugummi gegen Seekrankheit kauen, unbedingt vorkochen, genügend Nüsse, Schokolade und Snacks griffbereit haben.

Und denk dran: Spätestens auf den Kanaren lachst du über die ganze Aufregung um die Biskaya… Und doch bleibt der Respekt vor Wind und Welle!

Und hier erfahrt ihr, wie es uns in der Biskaya ergangen ist!

Bitte hinterlasst eure Erfahrungen und Tipps zur Biskaya im Kommentar. Danke!

Erfahrungen anderer Segler in der Biskaya

Christina von der Serenity segelte im Mai 2019 mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern über die Biskaya.

Sabine von Sy-Atanga

Elke von der Sy Naja sagt auf Facebook “Wir sind mitten in der Nacht in A Coruna angekommen, damals war ich aufgeregt. Aber ich glaube, es ist eine der am besten bei Dunkelheit anzulaufenden Städte. Haben gegenüber in einer gut zugänglichen Bucht geankert, wichtig hierbei: Über Funk Port Control anrufen und mitteilen was man vor hat. Die sind super nett und sehr verständnisvoll für müde Biskayaüberquerer. Heute lache ich nicht über die Biscaya , bzw über meine damalige Angst vor ihr, aber sie hat ihren damaligen Schrecken verloren.” Die Berichte der Sy Naja: Von Brest nach A Coruna, Biskaya, 2. Nacht auf der Biskaya, 3. Tag

Heinz und Christine von der Anima Mea fuhren praktisch gleichzeitig mit uns, machten aber nicht so gute Erfahrungen (unter dem Bild der Pianistin fängt der Bericht an)

Klaus erzählt ab hier von seiner Biskaya-Überquerung ab Falmouth. Ein paar  Tipps sind auch dabei.

Auch Jonathan segelte von Falmouth, nachzulesen hier.

Stefan und Johanna von der GOOD TIMES berichten hier von ihrer Fahrt von Camaret in den Ria de Viveiro (2016)

 

 

Meldet euch, wenn ich euren Bericht hier aufnehmen soll!

25. Juni 2015
von Steffi
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Best of Gustav 1/2015

Michael von erkunde-die-welt.de hat eingeladen, die sechs schönsten Fotos des ersten Halbjahres 2015 zu präsentieren, fein geordnet nach Kategorien: Nun, meine schönsten Fotos teile ich immer sofort mit euch! Sie sind chaotisch verteilt in diversen Artikeln, hier und hier und hier und hier und hier

Nur Gustav, unser Glücksbringer, fehlt noch!

Schande über mein Haupt! Ich habe Gustav die ersten sechs Monate dieses Jahres sehr oft in seinem Bettchen vergessen!  So reicht es hier gerade mal für fünf neue Fotos, das letzte kennen regelmäßige Leser schon. Für das zweite Halbjahr gelobe ich Besserung!

Schönste Landschaftsaufnahme:

Am Strand von Sao Vicente

Am Strand von Sao Vicente

Für so einen kleinen Glücksbringer ist das eine gewaltige Landschaft!

Schönstes Tierfoto

Cabo Verde

Regenbogenfisch auf Santo Antao, Cabo Verde ROY G. BIV

Dieser Regenbogenfisch war wunderschön! Mit diesem und dem nächhsten Foto beteilige ich mich auch an der wöchentlichen Fotochallenge von WordPress.

Schönste Städteaufnahme

Im Bandchenwald von Bonfim

Im Bändchenwald von Bonfim ROY G. BIV

Du siehst keine Stadt? Ich auch nicht! Allerdings sind diese Bändchen DAS Souvenier von Salvador da Bahia, immerhin die drittgößte Stadt Brasiliens.

Schönstes Frühlingsfoto, ähem Herbstfoto

Durch die Brille

Durch die Brille

Im März, als dieses Foto entstand ist in Brasilien Herbst…

Schönstes Sommerfoto

Gustav in Imbassai

Gustav in Imbassai

Und auch dieses Sommerfoto stammt aus dem brasilianischen Herbst…

Lieblingsbild

Gustav am Äquator

Gustav am Äquator

Fotografisch gesehen ist dieses Foto nichts Besonderes – doch es zeigt fast genau den Moment, in dem wir den Äquator überquerten. Und das war Gustavs Höhepunkt des ersten Halbjahres!

 

19. Juni 2015
von Steffi
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Ribeira – Regen

Ach, wie gerne würde ich euch von Ribeira erzählen!

In Ribeira, also am Ufer, hatten einst die wohlhabenden Sotapoliteiros – so nennen sich die Menschen, die in Salvador wohnen – ihr Wochenend- und Ferienhaus. Heute sind diese Häuser auf Itaparica oder an der Litoral Norte. Doch immer noch ist Ribeira ein solides und verhältnismäßig sicheres Viertel mit Bars, Restaurants und der berühmtesten Eisdiele Salvadors.

In Ribeira sind drei Marinas, in der mittleren, Pier Salvador, werden wir Yemanja während unseres Heimurlaubes lassen, nicht nur wir übrigens, auch Thomas von der Segelyacht Kalibu und Thomas von der Outer Rim und einige andere. Die Marina ist klein, freundlich und sicher, wenn auch nicht im den saubersten Gewässern gelegen. Nun gut, wir haben jemand beauftragt, das Unterwasserschiff regelmäßig zu reinigen, Joselito wird es lüften und Dalva wird es sich nicht nehmen lassen zu putzen.

Pier Salvador

Pier Salvador

Im Westen der Halbinsel liegt ein schöner Strand mit Blick auf Bonfim, die Marina ist im Nordosten. Dazwischen sind alte Häuser, mehr oder weniger verfallen oder renoviert, wahre Perlen und einige Lost Places darunter.

Mir hat es wieder Mal das Graffiti angetan…

Wie gerne hätte ich mehr erkundet, doch es schüttet. Nicht umsonst heißt der Ort „Ufer“, ich bin mir nur nicht sicher, ob Meeresufer oder das Ufer des Sees auf der Straße gemeint ist!

Ufer?

Ufer?

Na, so schlimm ist es nicht, dass ich das nicht mehr geschafft habe: Wir kommen ja wieder und da muss ich euch ja auch noch etwas erzählen können!

Und bis dahin? Da kommt noch einiges! Versprochen!

(Artikel vom 15.5.2015)

14. Juni 2015
von Steffi
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Seetreiben

Was treibt mich zur See? Seit ich von Hinnerks Blogparade gelesen habe, grüble ich ernsthaft über die Antwort. Fragen tu ich mich das nämlich schon, seit ich meinen Segelschein gemacht habe. Und das einzige, das mir dazu einfällt, ist:

Nix!

Genau! Nichts!
Zugegeben, ich bin mit dem eigenen Segelschiff mittlerweile auf der anderen Seite des Atlantiks angekommen, aber da raustreiben tut mich trotzdem nichts!

Da draußen ist es entweder zu heiß, zu kalt, zu nass, zu windig, zu schauklig oder zu laut und so gut wie immer unbequem! Irgendetwas schmerzt fast ständig: der Rücken vom Verkrümmt-hinterm-Steuerrad-sitzen, das Steißbein vom Sitzen oder Liegen, die Arme vom Steuern, der Magen vom Schaukeln, die blauen Flecken vom Hin-und Herfliegen…

Gefühl für den Wind? Hab ich nicht!
Körperliche Herausforderung – selten beim Fahrtensegeln, mal abgesehen vom Sitzfleisch. Segel trimmen, Geschwindigkeit rausholen – gibt mir nichts.

Nein, ich bin immer noch keine Seglerin!

Ja, hie und da gibt es wunderbare Situationen, die ich so nicht anders erleben könnte:

Die silberne, volle Mondin am Meer.
Das geheimnisvolle Leuchten der Milchstraße oder des Meeres.
Wetterleuchten – darauf kann ich auf See verzichten!
Großartige Sonnenauf- und -untergänge.
Und…

Delfine!

Delfine vor Maceio

Delfine vor Maceio

Inmitten hunderter spielender Delfine zu segeln ist glücklichlachendatemberaubtbezaubernd schön!*

Aber hinaus auf See treibt mich das nicht!

Und doch hab ich gut 6000 Seemeilen auf dem Buckel.

Ich komme gerne an, entdecke gerne Neues, und das geht halt nur, wenn ich Altes hinter mir lasse, wenn ich raussegle. Gut, ich könnt ja auch mit dem Auto oder der Bahn fahren. Oder fliegen. Und so ist Segeln für mich einfach nur eine Art des Reisens. Eine, die ich für mich alleine niemals wählen würde.

Warum dann?

Ich bin gerne mit Tomy zusammen. Und er will nun mal um die Welt segeln. Oder auch nur über den Atlantik, weit halt. Er liebt es, hart am Wind das letzte bisschen Geschwindigkeit aus dem Schiff zu holen. Er liebt den Wind in den Haaren, er kann stundenlang das Steuerrad festhalten, die Sonne im Gesicht, er mag es, wenn Yemanja sanft über die Wellen tanzt. Er liebt die Herausforderung, er ist stolz, aus eigener Kraft über den Atlantik zu segeln. Ja, ich habe den Verdacht, er repariert sogar gerne sein Schiff!

Vielleicht würde er es auch alleine machen.

Aber dann würde ich ihn sehr vermissen!

Mehr als ich meine Kinder unterwegs vermisse, die ja doch ihr eigenes Leben haben, in dem Muttern einen Platz hat, aber natürlicherweise nicht den, den der Partner oder die eigenen Kinder haben.

Also, was treibt mich zur See?

Die Liebe für meinen Seebären!

Am Äquator

Am Äquator

*Hier geht es zum Video

9. Juni 2015
von Steffi
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Gewittersegeln

Gewittersegeln

Foto Axel Hachenberger © millemari (www.millemari.de)

Vor ein paar Wochen schon landete eine nette Anfrage in meinem Facebook-Messenger: Susanne Guidera, die Herausgeberin von „Gewittersegeln“, fragte mich, ob ich eine Rezension des Buches schreiben würde. Als Lohn gäbe es das Rezensionsexemplar. Da ich Bücher liebe, sagte ich sofort zu und hatte wenig später die PDF-Version auf meinem Laptop. Neugierig wie ich bin, blätterte ich es sofort durch:

Erster spontaner Eindruck:

Tolles Buch – ich wünschte, ich hätte es als Printausgabe! Ich liebe Bücher, sie sind sinnlich, ich kann sie fühlen, riechen und sehen! Ja sehen – Die Fotos in dem Buch sind toll, das Layout ein optischer Genuss, in grauen und orangen Gewitterfarben gehalten. Im Print könnte dieses Buch ein richtiger Schatz sein – allerdings nur in Farbe. Aber auch die PDF-Version für den Computer, welche ich habe, erfreut mein Auge und mein Herz: Eine Seite erscheint auf dem Bildschirm, groß genug um sie bequem zu lesen und das ohne zu scrollen! Da hat jemand wirklich mitgedacht!

 © millemari (www.millemari.de)

© millemari (www.millemari.de)

Zweiter Eindruck:

Ein wenig verwirrt mich der Aufbau: Es gibt Seiten mit Zitaten, die nicht im Zusammenhang mit den folgenden Beiträgen sind und Seiten mit Überschriften, deren Sinn sich mir nicht sofort erschließt, weil die Geschichte mit neuer Überschrift folgt. Wieder ein Punkt, der für die Printausgabe spricht: Mit Durchblättern hätte ich die Idee von Kapitelüberschriften schneller verstanden als beim Scrollen.

Mir hätte geholfen, wenn das von Anfang an ersichtlich gewesen wäre – aber das ist einfach eine Macke von mir!

Lesen und dann schreiben, dauerte allerdings etwas länger:

Der Inhalt:

Visuell ein Meisterwerk, das mich mit nur einem Wunsch zurücklässt: Ich mochte so schöne Fotos machen und mit anderen teilen!

Die Beiträge sind vielfältig, sie decken alles ab: die Gefahren durch Wind, Welle, Böen, Kollisionskurs, Legerwall, Blitze, Wasserhosen, Seekrankheit, versagender Technik, Ankern oder Bojen oder Skipper oder einfach großes – tödliches – Pech.

Neben persönlichen, durchwegs gut geschriebenen, Erfahrungsberichten gibt es Interviews, ein Minutenprotokoll, Informationen über Wetter und zur Entstehung und Früherkennen von Gewittern und eine Stellungnahme der Versicherungen. Webadressen und Wettermerksätze runden die Informationen ab.

Am besten gefällt mir die Manöverkritik am Ende der Beiträge: Die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten ist das Lehrreichste für den Leser und hebt die Erfahrungen über die Erzähllust der Seglerinnen hinaus.

Die Geschichten spielen größtenteils dort, wo die meisten deutschen Segler unterwegs sind: Im Mittelmeer, der Adria und der Ostsee, nur einige wenige berichten von Gewittern in der Biskaya, in der Karibik oder dem Pazifik: Ganze drei, wenn ich richtig gezählt habe. Und das ist für mich als Blauwasserseglerin das größte Manko an dem Buch: Mir fehlen die tropischen Gewitter! Doch das ist nun wirklich ganz persönlich und nicht zu verallgemeinern.

Fazit:

Ein optisch ansprechendes, in der PDF-Version lesetechnisch gut durchdachtes Buch, mit abwechslungsreichen, informativen, lehrreichen und spannenden Inhalt!

Weitere Ausgaben:

eBook Gewittersegeln, 272 Seiten, € 14,99

Ausgaben für iPad, Tolino, Kindle und als PDF

Buch s/w 272 Seiten, € 24,99

Mehr Informationen, auch zu anderen Büchern des Verlages unter www.millemari.de

Alle Fotos wurden mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, das Coverfoto und das Beitragsfoto sind von Axel Hachenberger, alle Fotos  © millemari (www.millemari.de)