8 Gründe, um in die Ferne zu schweifen oder weit zu segeln

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Was hat mich dazu bewogen, die mir fünf liebsten Menschen – Melanie, Laura, Melisa, Lian und Matti – und fast alles, was mir Kraft und Sinn gibt – meine Mutter, meine Großfamilie, meinen Garten, Nähen und kreatives Arbeiten, die Nachbarn und Freunde, meinen Beruf, Europa, mein treues Hundchen Tessa, unsere süße Katze Mussja – zurück zu lassen, um mit dem Liebsten um die Welt zu segeln? Oder zumindest weit zu segeln?

Wie oft habe ich mir vor der Abfahrt diese Frage gestellt? Und immer wieder nur eine Antwort gefunden:

Liebe!

Liebe ist der Grund, warum ich kam und Liebe ist der Grund, warum ich gehe. Singt John Denver.

Und das passt für mich sehr gut!

1. Ich liebe und achte Geld

Richtig gelesen! Ich liebe Geld, für das, was es für mich tut, auch wenn ich weiß, dass mir kein Gut und Geld der Welt etwas nützt, wenn ich nicht das Licht wahrnehmen kann, das in meinem Inneren brennt.

Der Kauf des Schiffes und seine Ausrüstung haben mehr gekostet, als viele Menschen ein Leben lang verdienen. Oder so viel wie eine kleine Wohnung (aber nicht in München oder Köln, da sind sie teurer). Für dieses Geld hat Tomy jahrelang gearbeitet, und nicht nur er – ohne die Großzügigkeit meiner Familie wäre es uns vermutlich nicht gelungen, genug zu sparen. Davor habe ich Respekt. Würde wir unser Vorhaben einer Segelreise, die uns vielleicht um die Welt führt, nicht verwirklichen, hätten zwar viele Menschen gut an unseren Investments ins Schiff verdient, doch für uns wäre es verloren gewesen.

Unabhängig vom Segeln gebe ich mein Geld lieber für Abenteuer und Erlebnisse aus, als für Dinge.

2. Ich liebe Wachstum und Entwicklung

Ich liebe meinen Garten. Was immer mich belastet, nimmt die Erde auf, in der ich beim Jäten und Pflanzen wühle. Die Blütenpracht in leuchtenden Farben, die daraus entsteht, lässt mein Herz vor Freude tanzen, und das der Nachbarn auch. Ich könnte mich damit bis zum Ende meines Lebens vergnügen. Aber viel Neues wäre nicht dabei.

Mit Farben spielen, nichts tue ich lieber! Nähen, Art-Quilts und andere, Stricken, Häkeln, Mosaike herstellen – Kreativität ist mein Leben! Und die lässt sich noch sehr weiterentwickeln! Es gäbe da einiges, das mich wachsen ließe: Kurse geben, an Wettbewerben teilnehmen, meine Werke verkaufen.

Menschen daran erinnern, wer sie wirklich sind, als Coachin oder spirituelle Lehrerin zu arbeiten, da hätte ich genug Entwicklungsmöglichkeiten und Herausforderungen. Sollte frau meinen.

Aber: Die Grenzen, die ich dabei überwinden müsste, locken mich nicht. Das, was dahinter liegt, scheint mir nicht attraktiv zu sein.

Sicher, nichts spricht dagegen, das, was ich immer schon getan habe zu erweitern, zu vertiefen, zu vervollkommnen! Aber wer weiß, was noch in mir steckt? Da ist vieles, das sich entfalten will, das gesehen werden will, ausgedrückt werden will. Vieles, das sich nicht zeigen, nicht entwickeln würde, zu Hause, wenn ich tue und denke, was ich immer schon getan und gedacht habe.

Nein, etwas tun, das nur verhältnismäßig wenige tun, etwas, das ich mir kaum zutraue, dabei innere und äußere, mir fremde Welten zu entdecken, das ist es, von dem ich mir am meisten Wachstum und Freude erhoffe.

Mein Garten im Juni

Mein Garten im Juni

3. Ich liebe Erfolg

Erfolg ist, wenn frau erreicht, was sie will. Will ich Quilt-Shows gewinnen? Meine Werke bei DaWanda verkaufen? Jedes Jahr Tulpenzwiebeln für den Rest meines Lebens pflanzen? Marketing betreiben? Nein!

Will ich reisen, die Welt entdecken, die innere und die äußere? Sehen, was in mir steckt? Will ich mit Tomy zusammen sein? Ja! Will ich mit meinen Kindern verbunden sein, mit den Engelskindern die Welt entdecken? Ja! Kann ich das wenn ich mit meinem Mann segle? Nun, ich denke wir haben mit unseren häufigen Urlauben daheim einen Weg gefunden!

4. Ich liebe meine Kinder

Meine Kinder und meine Engelskinder brauchen Flügel! Und nicht nur das – auch den Mut, sie zu benutzen. Vorbilder helfen da – hoffentlich! Sie müssen wissen, dass ihre Träume gelebt werden können und dürfen! Das Leben, die Welt ist voller Wunder – in dem ich ihnen und euch davon begeistert erzähle, erwacht vielleicht der Geist der Inspiration auch in ihnen und euch!

Ich stelle mir vor, wie meine Engelskinder mit seinen sesshafteren – und wunderbaren – Großeltern im Kindergarten Laternen bastelt. „Wo sind denn deine anderen Großeltern?“ “ Die können nicht kommen, die segeln unterm Kreuz des Südens und eines Tages segle ich mit!“, ist ihre Antwort!

Da ist handfeste Liebe und da ist Phantasie, Imagination vom Feinsten!

Und ja, ich vermisse sie schmerzlich! Doch ich weiß sie geborgen in einer liebevollen Gemeinschaft von Schwestern, Tanten, Onkeln, Brüdern, Eltern und Großeltern und den unvergleichlichen Mädels. Außerdem gibt es nichts – nichts – das uns trennen könnte. Und falls ich von der Illusion der Trennung überfallen werde: Es gibt Computer, Internet, Skype und Flugzeuge, dem Himmel sei Dank!

5. Ich liebe das Leben

Ich will lange etwas davon haben – also gesund an Jahren zulegen, körperlich und geistig bei bester Fitness. Immer, wenn wir etwas wagen, wenn wir reale oder eingebildete Grenzen überwinden, bilden sich in unserem Gehirn neue Synapsen. Frau könnte auch sagen: Es macht klug oder intelligent. Außerdem macht es glücklich, denn gleichzeitig wird das Glückshormon Dopinamin ausgeschüttet. Was kann eine bessere Altersvorsorge sein?

Sonnenuntergang in Camamu

Sonnenuntergang in Camamu

6. Ich liebe meinen Mann

Er träumt den Traum von der Weltumsegelung seit er als Jugendlicher segeln gelernt hat. Seit er mich kennt, sagt er, will er das mit mir tun. Es ist nicht mein Traum, also das Segeln nicht. Um die Welt reisen, fremde Welten entdecken schon! Seit ich begriffen habe, dass alles, was ich brauche in mir ist, und von mir „gemacht“ werden kann, ist das Transportmittel für mich zweitrangig. Also tue ich alles, damit er seinen Traum verwirklichen kann.

7. Ich liebe mich

Und so sorge ich für möglichst viel Freude, Liebe, Fülle, Verbundenheit, Abenteuer, Licht, Glück, Wohlstand, Gesundheit, Freiheit, Wachstum, Frieden in meinem Leben. Wenn ich feststelle, dass ich etwas tue, das mich davon entfernt, dann ändere ich das. Deshalb sieht es im Moment so aus, als würden wir den Atlantik nicht verlassen.

8. Ich liebe es, daheim zu sein

Verrückt – aber ich segle und reise, weil ich dadurch das Schöne und Gute daheim in Deutschland, Österreich oder einfach Europa viel mehr schätze und genieße. Ja, das Gute liegt nah – doch erst die Ferne macht mir das so richtig bewußt.

Warum reist du? Was liebst du daran? Bitte hinterlasse einen Kommentar!

 

Die obigen Zeilen schrieb ich schon vor unserer Abreise. Ich las sie immer wieder durch und prüfte, ob sie immer noch aktuell waren. Die Antwort war immer „Ja“ mit unbedeutenden Änderungen. Ich fand nur keinen Zeitpunkt für die Veröffentlichung. Ich denke, die Blogparade „Warum in die Ferne schweifen“ von Yummy Travel ist dafür bestens geeignet. Schaut mal bei ihr vorbei, es gibt viele Beiträge!

 

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