Papageienfische im Reserve Jaques Cousteau, Guadeloupe
Papageienfische im Reserve Jaques Cousteau, Guadeloupe

Drei Dinge, die du auf Guadeloupe tun musst –

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und ein paar Extras! Guadeloupe, von den Einheimischen Gwada genannt, sieht auf der Karte wie ein Schmetterling aus. Ein Flügel ist flach wie Marie Galante, stärker bewohnt, mit hübschen Stränden im Süden und jeder Menge Zuckerrohr. So heißt es, denn wir hatten keine Lust auf Zuckerrohrfelder – die sind auf die Dauer eintönig. Der andere Flügel bergig und zerklüftet, voller Wasserfälle und mit einem aktiven, rauchenden Vulkan, der natürlich Soufrière heißt. Er ist relativ wenig bewohnt, beherbergt aber die reizvollsten Stellen.

Hier sind sie:

Guaseloupe

Vulkan auf Guadeloupe – und er raucht doch!

Pigeon Island – Reserve Jaques Cousteau

The Sea, once it casts its spell, holds one in its net of wonder forever – Sobald dich das Meer verzaubert hat, hält es dich für immer in seinem Netz der Wunder. Jaques Cousteau

Wenn dich der Zauberbann des Meeres noch nicht getroffen hat, dort, zwischen den beiden Inselchen, erwischt er dich! Kaum tauchst du den Kopf unter Wasser, hebst du ihn in freudigem Schreck: Da sind hunderte bunte Fische! In Schwärmen! Blaukopf-Junker oder Stoplicht-Papageienfische schwimmen in Rudeln herum! Das Schönste ist: Die Fische dort haben keine Angst, sie werden nicht gejagt oder gefischt. Sie kommen neugierig herangeschwommen um dich in ihrem magischen Wunderland zu begrüßen. In Scharen. Das Wasser ist an manchen Stellen nur einen Meter fünfzig tief, die Strahlen der Sonne beleuchten diese faszinierende Welt auch noch wie ein Lichtkünstler eine Bühnenshow. Und die Fische glitzern wie Broadwaystars. Dieser Schnorchelplatz stellt alles in den Schatten, das ich bisher gesehen habe. Da das Riff an manchen Stellen tiefer abfällt, ist es auch ein großartiger Platz für Taucher.

Reserve Jaques Cousteau, Guadeloupe

Neugierige Fische

Zwei Wermutstropfen gibt es allerdings: Eins, das Riff selbst ist nicht ganz so schön, vermutlich weil, zwei, es dort zugeht wie in einer belebten Einkaufsstraße. Ab 10 Uhr vormittags musst du aufpassen, nicht überschwommen zu werden! Gerade für Taucher gibt es aber genügend Stellen, an die sie ausweichen können.

Wenn du kein eigenes Schiff hast, dann bringt dich eine der Tauchschulen am Ufer hin, oder du paddelst in einem gemieteten Paddelboot rüber.

Diese Muskeln!

Die drei Chutes de Carbet

Ehrlich? Wir waren nur beim dritten…

Die große Frage ist – von wo aus wanderst du los? Wir haben keine genaue Wegbeschreibung gefunden und auch versäumt unsere Bekannten zu fragen. Wir wollten rund um den Flügel Basse-Terre fahren und am Ende im Ort Basse-Terre anhalten, vorher noch die Destillerie Longueteau besuchen, also entschieden wir uns für den dritten Wasserfall, der von Capesterre-Belle-Eau aus erreichbar ist Von dort hätten wir ja immer noch weitergehen können.

Die Destillerie hat uns nicht überzeugt, da waren JM auf Martinique und Bellevue auf Marie Galante schöner und informativer, allerdings steht in Longueteau ein hübsches Herrenhaus.

Destillerie Longueteau, Guadeloupe

Destillerie Longueteau

Der Regenwald, Wasserfall und der Weg dorthin gefiel sogar Tomy, dem sowohl Regenwald als auch Wasserfälle zum Hals raus hängen.

Anfangs ist der Weg gut ausgebaut. Links und rechts sind die Bäume von Philodendren und anderen Kletterpflanzen überwuchert, am Wegesrand blühen hübsche Blümchen und Blumen. Gar manches davon steht auch auf deutschen Fensterbänken.

Bald jedoch führt der Weg über Wurzeln, durch ein Bachbett, über Stufen und durch den Matsch. Viel Matsch. Noch mehr Matsch. Am Ende müssen wir uns sogar zehn Meter abseilen. Und weißt du was? Der Weg macht Spaß! Allerdings ist er auch anstrengend, und da wir eher nicht fit sind, verzichten wir auf Wasserfall Zwei und Eins. Ich muss allerdings zugeben – laut Fotos haben wir etwas versäumt! Nummer Eins ist spektakulärer und vermutlich auch einfacher zu erreichen.

Nummer Drei ist aber schön genug! An seinem Fuß ist ein recht großes Becken, durch das du ans andere Ufer und unter einen kleinen Wasserfall schwimmen oder auf dem Stein in der Mitte sitzen und einfach glücklich sein kannst.

Fühl dich umarmt!

Übrigens: Der Matsch und das Wort Regenwald kommen nicht von ungefähr…

Foto Annamaria Hüttinger

Memorial ACTe – Museum über Sklaverei und Sklaven.

Dieses Museum hat mich so fasziniert, dass ich ihm einen ganzen langen Artikel gewidmet habe: Wenn es keinen anderen Grund gäbe, Guadeloupe zu besuchen, das ist einer. Nicht nur der Bau ist eindrucksvoll, auch die Ausstellung ist gut und abwechslungsreich gestaltet. Kleine Filme informieren über das Leben von vier ausgewählten Sklaven, Schautafel, Ketten und Peitschen, ein Garten, Kunstwerke, Musik, Bücher und Fotos zeigen alles, was interessant im Zusammenhang mit dieser Tragödie ist. Auch die Folgen und Auswirkungen bis heute werden beleuchtet. Die abenteuerlichen Besucher stehen mitten in einem Enterversuch der Schwarzen Piraten.

Memorial ACTe, Museum über Sklaverei in Guadeloup

Memorial ACTe, Museum über Sklaverei in Guadeloupe

EXTRAS Guadeloupe

Weder der Ort Basse-Terre noch Pointe-à-Pitre haben uns überzeugt. Wir können den karibischen Städten nichts abgewinnen, meist sind die kleineren Orte etwas hübscher. Pointe-à-Pitre kann wenigstens noch mit guten Murals, einem großen Supermarkt und dem Memorial ACTe aufwarten.

Basse-Terre, Guadeloupe

In Basse-Terre gibt es hübsche Lampen

Das Aquarium ist nett für Kinder und vor allem für die Locals, die darin über den Schutz der Meeressäugetiere und Schildkröten sowie den Probleme der Verschmutzung mit Müll und dem Klimawandel aufgeklärt werden.

Der Wasserfall an der Straße quer durch Basse-Terre, Chute Ecrevisses, ist auch per Rollstuhl erreichbar, der Bach ein wunderbarer Spielplatz für Kinder.

Chute Ecrevisses, Guadeloupe

Der Fluß bei Chute Ecrevisses

In Haute-Mahout liegt Destreland, das fünftgrößte Einkaufszentrum in ganz Frankreich. Was du dort nicht bekommst – Computer, Fotoausrüstung, Handys, Lebensmittel, Haushaltswaren, Sportausrüstung, Schnickschnack, Kosmetik oder die neueste Mode von H&M bis Polo Ralf Lauren, bekommst du nirgends in den französischen Antillen.

Deshaies ist schön, weil du dort gut ankern kannst, Wifi an Bord hast, viele Restaurants und ein kleines Riff zum Schnorcheln, wobei nach Pigeon Island/Reserve Cousteau alles kaum über dritte Wahl hinaus kommt (außer Mustique, Tobago Cays und Ile des Cabrits, die sind zweite Wahl)

Deshaies, Guadeloupe

Deshaies, Foto Tomy Müller

Hier findest du die schönsten Wasserfälle auf Gwada: http://www.horizon-guadeloupe.com/pages/chutes-cascades-bassins/

Weitere Infos hier als PDF zum Download, Stand April 2018 (inkl. Martinique, Marie Galante und Iles des Saintes)

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