6 Gründe den Müll im Meer und anderswo zu lieben

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Wer am Meer lebt, dem fällt der Müll auf: Im Wasser, am Strand, am Ufer. Schön ist er nicht, führt zu allerlei Besorgnis, er vergiftet das Wasser, seine Bewohner, uns Menschen. Kaum etwas erregt so sehr die Gemüter im Internet, wie der Müll im Meer.

Ihn lieben? So ein Blödsinn….

Na gut, der Post ist provokativ!
Ich gehe von zwei Annahmen aus:

Die eine ist, dass wir alle uns in unserem tiefsten Inneren unwürdig und schuldig fühlen. Es mag dir nicht auf Anhieb bewusst sein, doch in fast allen Menschen gibt es diesen Glauben, nicht gut genug, nicht wertvoll und nicht liebenswürdig, ja ein schlechter Mensch zu sein, oder sich etwas (Liebe, Geld, den Himmel…) verdienen zu müssen. Innen drinnen sind wir kleiner als dieser . Punkt. Schuld daran ist unsere Sozialisation, also unsere Anpassung an die Normen der Gesellschaft, auch Erziehung genannt. „Sei lieb,“ hat Mami gesagt…

Die andere Annahme ist, dass jeder Mensch wertvoll, liebenswürdig, nützlich, hilfreich und gut sein will. Quasi um die erste Prämisse auszugleichen, bzw. nicht von der Gesellschaft ausgestoßen zu werden. Also um geliebt zu werden. Und vor allem, weil er es von seiner Natur aus IST und es zeigen will.

Daraus folgen ein paar Gründe, den Müll zu lieben:

Grund Nummer eins:

Mit dem Müll fütterst du deinen Schmerzkörper, also die energetische Summe alles je erlittenen und verdrängten, nicht integrierten Schmerzes. Das ist nicht nützlich für dich, eigentlich bist du von ihm besetzt: Wenn du unbewusst bist, wirst du unter dem Müll leiden, dich aufregen, Schuld zuweisen und damit den Schmerzkörper füttern. Wenn du bewusst bist, benutzt du den Müll, um den Schmerzkörper wahrzunehmen im Hier und Jetzt. Dann verhungert er. Dank dem Müll im Meer und anderswo. Willst du ihn lieben, oder überlässt du das deinem Schmerzkörper?

Grund Nummer zwei:

Der Müll im Meer lässt dich nützlich, hilfreich und gut sein. Nämlich dann, wenn du die Strände säuberst, Müll aus dem Wasser fischst, Greenpeace unterstützt, Kampagnen startest. Es ist ein wunderbares Gefühl! Dafür wirst du doch gelobt und anerkannt! Du reinigst das Meer!
Wie würdest du nur ohne den Müll machen? Also liebe den Müll.

Grund Nummer drei:

Der Mensch ist tatsächlich ein kreatives Wesen. Er setzt gerne seine Intelligenz ein, um Probleme zu lösen. So ersinnt er alle möglichen Techniken und Geräte, um das Plastik wieder aus dem Meer zu bekommen, die Strände zu säubern, ja den Kunststoff sogar wieder in Erdöl zu verwandeln. Grandios! Oder er macht Kunstwerke daraus. Der Müll im Meer hilft uns, unsere Kreativität auszudrücken! Also liebe ihn.

Grund Nummer vier:

Du bist besser als alle anderen. Weil du räumst ja mit dem Plastik im Meer auf. Es fühlt sich großartig an, besser zu sein. Dann ist die Leere innen drinnen für einen Moment nicht mehr so schmerzhaft. Wie könntest du dich nur ohne dem Müll in der Natur als etwas Besseres ansehen?  Er hat deine Liebe wirklich verdient!

Grund Nummer fünf:

Du kannst den Müll aus einem ganz einfachen Grund lieben. Einfach, weil, wenn du es nicht tust, ist er trotzdem da. (Frei nach Karl Valentin). Wenn du dich aber darüber aufregst, schädigen die dabei entstehenden Stoffe deinen Körper. Dem Müll im Meer und am Strand ist das Wurscht, deinem Blutdruck nicht. Du wirst schneller alt und krank. Also liebe ihn.

Liebe, was ist.

Grund Nummer sechs:

Du kannst den Müll tatsächlich lieben. Setz dich neben das Plastiksackerl am Strand und liebe es. Liebe es so, wie du dein Kind liebst, deine Eltern, deinen Partner. Liebe. Es klingt verrückt, aber glaub mir, es geht: Frau und man kann ein Plastiksackerl lieben. Vielleicht passiert nichts. Vielleicht aber eröffnet sich dir auch eine neue Welt… Wird auch Erleuchtung genannt.
Dann ist nichts mehr wie vorher. Dank dem Müll ;-)

Nichts und niemand wird dir jemals etwas anderes geben, als die Gelegenheit zu lieben. Sagt David Deida.

Aus dessen Buch „Instant Erleuchtung“ ist auch obige Liebes-Übung

Wenn du diese Gründe verinnerlichst, bist du frei. Du verschwendest deine Kraft und Energie nicht mehr, um die Leere in dir zu füllen, besser zu sein, den anderen die Schuld zu geben oder um Anerkennung zu heischen.
Dann hebst du den Müll einfach auf. Ohne Urteil. Ohne besser zu sein, gut zu sein, ohne schlechtes Gewissen, ohne deinen Körper zu schädigen. Oder du beginnst, dein Konsumverhalten zu überdenken, vermeidest Abfall und hältst deine Umwelt sauber. Du schützt sie nicht mehr, sondern begreifst, dass du Teil von ihr bist und handelst danach. Vielleicht lässt du den Müll auch liegen. Weil du nur begrenzte Kräfte hast. Dennoch bist du jetzt in der Lage, hilfreich zu agieren. Demnächst mehr über diese Möglichkeiten hier auf dem Blog.

Landet im Meer: Müll in den Kanälen in St. Petersburg

Dieses sechs Verhaltensweisen kannst du gerne auf alles in deinem Leben anwenden, zumindest auf alles, das du bekämpfst: Auf Neonazis, Rassisten, Gutmenschen, die Linke, Schwule, Moslems, schnelle Autos, Baustellen, Kriege, Aluhutträger, Ölbohrungen, Dicke, sogar deine Schwiegermutter… oder Trump!

INFO:

Mehr zum Konzept des Schmerzkörpers findest du bei Eckehart Tolle in seinem Buch „Eine neue Erde.“

Lieben, was ist lehrt uns Byron Katie mit THE WORK, nachzulesen in ihrem Buch „Lieben was ist“. Ho’oponopono ist auch eine gute Methode.

 

Ach ja: Ich verstehe trotzdem nicht, dass so viel Zeug einfach achtlos weggeworfen wird ;-) Und keiner war es! Falls du doch wissen möchstest, was du tun kannst, schau dir meinen Post Was du und ich für die Sauberkeit des Meeres tun können an

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