Zerbrochen

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Ruine neben dem Lacerda

Ruine neben dem Lacerda

In Bewegung geraten ist das Gebiet um den Lacerda in Salvador. Bedingt durch die schweren Regenfälle, gepaart mit Vernachlässigung und Ignoranz seitens der Verantwortlichen – Behörden, Besitzer und Bevölkerung – wurden die Hänge um die jahrhundertealten Straßen instabil. Einige der alten Häuser, viele schon Ruinen, zerbrachen endgültig. Das Haus, in dem Dalva, meine ehemalige Emregada, als Buchhalterin arbeitet, ist nicht mehr sicher. Das Viertel um die Ladeira da Preguica, das mit den tollen Grafittis, hat es jedoch besonders hart getroffen: Sieben Familen verloren ihr Heim, ein Kind seinen Vater.

In Bewegung ist jetzt auch das Centro Cultural Que Ladeira e essa, allen voran Marcelo Teles, Grisbelas Mann, der die Nothilfe organisiert: Kleidung und Nahrungsmittel können in Sammelstellen neben dem Lacerda abgegeben, werden, es gibt ein brasilianisches Spendenkonto. Die Spenden sollen allen zu Gute kommen, die durch die Regenfälle in Not geraten sind, nicht nur denen um die Ladeira.

Mir ist klar, dass wir nicht viel tun können – außer mit den Menschen mitfühlen. Und hoffen, dass jetzt Bewegung anderer Art ins Comercio und in die Gebäude um den Lacerda kommt: Restaurierung, Renovierung und Neubelebung.

Ach, welch‘ ein schöner Traum…

 

Foto als Antwort auf die wochentliche Photo Challenge von The Daily Post / In response to The Daily Post’s weekly photo challenge: „Broken.“

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