Baia d’Abra – Madeira

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So, heute ist die Küste von Land aus dran:

Noch vor dem Frühstück gehen wir zum Leuchtturm, denn die Kaimauer hier ist zu hoch um auf das Meer blicken zu können: Dort draußen jagen Delphine! Links davon steigt ein Blas in die Luft – ein Wal!
Später lese ich, dass einige Whale Watching Veranstalter auf Maderia Delphinsichtungen garantieren: Wer keine sieht, darf nochmal frei mit!

Nachmittags wandern wir auf der Halbinsel São Lourenço, dem einzigen Teil Madeiras, der nicht grün ist. Seine Zier sind atemberaubende Felsformationen und faszinierende Gesteine, aufgeschichtet in Schichten; rote, graue, schwarze, gelbliche; gekörnte und glatte, durchbrochen von Lava Kaminen – Die Kraft der Vulkane, die diese Insel aus dem Meer hoben und sie gestalteten, liegt hier zu unseren Füßen. Da gibt es nicht viel zu sagen, das muss frau sehen:

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Hinter dem Durchbruch ist ein wunderschöner Strand mit Grillplatz, nur mit Dinghi erreichbar

Sao Lorenco

Sao Lorenco

Sao Lourenco, Baia d'Abra

Sao Lourenco

Kleiner Lava Kamin

Kleiner Lava Kamin

Sao Lorenzo

Sao Lorenzo

Zutraulicher Salamander

Zutraulicher Salamander

Die vielen atemberaubenden Ausblicke auf kleine Buchten, Höhlen, Durchbrüche und azurblaues Meer machen uns wieder Lust aufs Wasser. Wir blasen das Dinghi auf, sehr zur Freude der beiden energiegeladenen Patterdale Terrier der Nachbarn: Sie lassen die Fische nicht aus den Augen.

Dann geht es los zum Überhang mit Durchbruch und dahinter in die kleine Bucht mit einsamen Badestrand: Welch seltenes Juwel auf Madeira, das doch so gut wie keine Strände hat! Azurblaues, angenehm warmes Wasser, große Kiesel, rote Felsen mit Drachenzähnen aus erkalteter Lava, ein Blick auf die andere Seite – ich bin im siebten Abenteurerhimmel!

Langsam nähern wir uns dem Strand, das Wasser wird immer flacher. Tomy gibt mir Anweisungen: „Krempel dir die Hose auf, spring ins Wasser und halte mich ab, damit der Motor nicht über die Steine schrabbt!“
„Hochkrempeln wird nichts nutzen, ich zieh sie lieber aus!“
Gesagt, getan, ich springe ins scheinbar seichte Wasser, erwarte bis zur Mitte der Oberschenkel nass zu werden.

Platsch, stehe ich bis unter die Arme im Wasser!

Nachdem wir das Dinghi an Land gezogen haben, klettere ich zögerlich zu den Treppen vor dem Felsen. Dort hängen seltsame Drähte, auf einem Schild steht: „Gefahr! Rattenbekämpfung!“ Noch vorsichtiger klettere ich weiter –
und breche in schallendes Gelächter aus!

Dort, weit abgelegen und unzugänglich, versteckt hinter einem Felsen, ist ein Grillplatz mit Tisch und Bänken, einer Hängematte und einer – Kühltruhe!

Geheimer Grillplatz

Geheimer Grillplatz

(In die Kühltruhe kommt das mitgebrachte Kühl-Eis, da hinein das Bier!)

Nach dem Schwimmen sammle ich noch eine Tüte mit Plastikabfall: Am Morgen hatte ich gelesen, dass weltweit in jeder Sekunde 206 Kilo davon ins Meer gelangen! Mein gesammeltes Kilo macht das Kraut also nicht fett, doch ich gebe die Hoffnung nicht auf! Vielleicht rette ich ja wenigstens ein Lamm, Verzeihung, einen Vogel oder einen Fisch!

Wir fahren zurück, wir haben ja kein Grillzeug mit! Diesmal bleiben wir dicht unter der Küste, um einen Blick in alle Höhlen zu werfen.

Ich bin restlos hin und weg! Madeira, Madeira, ich hab mich schon wieder in dich verguckt!

Wir hatten nur die Action Pro Kamera mit, die Fotos sind also nicht so gut, aber vielleicht kann euch das Video ein wenig begeistern.

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