Challenge – meine Herausforderung

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Meine persönliche Herausforderung besteht aus einem Sprungturm. Vor vielen, vielen Jahren, vierzig oder so, gab es im Badner Strandbad noch einen 10m Turm. Meine um 20 Jahre ältere Schwester liebte das Leben und so sprang sie in ihrer Jugend mit Begeisterung vom Zehner. Vor 40 Jahren zwar nicht mehr, aber was sie konnte, musste ich doch wenigstens versuchen, oder?
Einmal oben gab es für mich nur mehr einen Weg runter: Springen! Sonst hätte ich mir ja eine Blöße gegeben…

Damals  war ich 15 oder 16.

Etwa 20 Jahre später, nachdem ich 15 Jahre nicht mal vom Beckenrand ins Wasser gesprungen bin, wollte ich dann im Pulheimer Bad vom Dreier springen. Meine Kinder können es bezeugen. Ich stand oben. Es war ein regnerischer Tag, viele Besucher waren nicht im Bad. Den wenigen bot ich ein unterhaltsames Schauspiel.

Ich bin nicht gesprungen. Auch nicht vom Einer, glaub ich.

Und Köpper kann ich schon gar nicht. Nie gekonnt. Ich spreche immer nur von ganz normalen Fußsprüngen.

Und das ist meine persönliche „Challenge“: Wenigstens vom Dreier springen…

Meine Herausforderung

Meine Herausforderung

Tag 1: Ich schwimme 10 Bahnen, also 500m, bin außer Atem, dann klettere ich auf den Einer. Das Wasser unter mir ist glasklar. In diese unendliche Tiefe kann ich doch nicht springen!

Irgendwann tue ich es doch.

Tomy zeigt mir nochmal wie ich mich mit dem Kopf voran vom Beckenrand ins Wasser fallen lassen kann. Ich mache den ersten Kopfsprung meines Lebens! Oder besser Kopffaller.

Mir fehlt der Atem!

Tag 2: Wir springen zuerst, da hab ich mehr Luft. Wird der Kopffaller zum Köpper? Seien wir gnädig: Ja! Fußsprünge vom Einer, kein Problem, die höheren Türme sind zu meiner Erleichterung gesperrt.

Wir sind die einzigen im Bad, die Badewascheln oder Bademeister würden mir sicher aufsperren…

Ich stelle mich auf den Einer, Arme nach unten. Ich muss mich nur fallenlassen…

Im letzten Moment zucke ich jedes Mal zurück.

Kein wirklicher Fortschritt heute, aber Plateau gefestigt!

Nach uns gehen die Badewascheln springen: Ich bin nicht allein! Einer dieser schnittigen Jungs macht perfekte Köpper mit Anlauf vom Fünfer. Vom höheren Brett passt er, nimmt die Leiter.

Tag 3: Ich schaue vom Dreier in die Tiefe. Mein Kopf erzählt mir etwas von einem unangenehmen Gefühl in der Magengrube beim Fallen. Er sagt auch, dass es ja in einer Zehntelsekunde wieder vorbei wäre. Ich springe vom Einer.

Tag 4: Bin erschöpft vom Schwimmen und Besichtigen: Ruhetag!

Tag 5: Zu viele Kinder am Sprungturm – ich will mich doch nicht blamieren!

Tag 6: Ausflug nach Lissabon, wir sind zu müde.

Tag 7: Mentaltraining! Das viele Schwimmen tut meiner Figur gut, atemlos bin ich auch nicht mehr.

Tag 8: Mein Verdacht bestätigt sich. Der Schmerz an meiner Oberschenkelinnenseite kommt von den Fußsprüngen vom Einer: Obwohl ich die Beine wie eine ängstliche Jungfrau zusammenpresse, reißen sie beim Aufprall aufs Wasser etwas auseinander, genug für eine Zerrung. Mit dem Dreier, das wird also erst mal nichts.

Ich bin erleichtert.

„Dann musst halt einen Köpfsprung machen!“ sagt Tomy. Niemals! Nicht vom Dreier, der Einer ist schon unbezwingbar hoch!

Doch ich stehe wieder oben, am Einer, die Augen fest zu, die Zehenspitzen stehen über, die Arme hängen schon fast im Wasser, der Hintern ist in der Höh…

Einfach fallen lassen! Es könnt‘ so einfach sein!

Zweimal klettere ich wieder runter, springe kopfüber vom Beckenrand.

Beim dritten Mal………

 

lass ich mich fallen……..

 

JAAAAAAAAA!

JAAAAAAAAA!

Ich bin so stolz auf mich! 54 Jahre, 9 Monate und 2 Tage musste ich alt werden um meinen ersten Köpfler vom Ein-Meter Brett zu machen!

Na ja, eigentlich war es ein Bauchfleck!

Die Herausforderung geht weiter!

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My personal challenge is this diving paltform. Seome fourty years ago there still was a10m diving platform in Baden’s pool. My late sister, 20 years older than me loved live and jumping from it when she was young. So I thought „If she can, i can do it.“

Once on top there was only one way down for me: jumping. Otherwise I would have made a fool of myself.

I was 15 or 16 back then.

About 20 years later, after I have not been jumping from anything for at least 15 years I tried to jump from three meters in our local pool. My kids were witnesses. I was up there. It was a rainy day, hardly anybody there. Those few watching had fun!

I did not jump that day, not even from one meter.

And I never in my life took a header! When i am talking of jumping I talk of just that – take a step forward and of you go!

So here is my personal „Challenge“: To jump from three meters, at least…

Day 1: After swimming 500m I am breathless. Still I climb onto the one meter platform. The water beneath me is crystal clear: There is no way I can jump into this bottomless deep!

And then I do it!

Tomy shows me how to take a header, or better or to let myself fall into the water head first.

I take the first header of my life!

I do not have enough breath…

Day 2: We jump first, so that I am less breathless. I improve my headers. I jump from a meter. the higher platforms are closed, I am relieved!

We are the only ones at the pool, surely the pool attendants would open it for me…

I climb on the meter, arms down, all I have to do it let go…

But I can’t.

After that the attendants are jumping. I am not alone having troubles to overcome my fear! There is one cool guy taking a perfect header from five meters, but climbs down from the higher platform

Day 3: I look down into the deep from three meters. My mind tells me something about a nasty sensation when falling. It also tells me it would be over in a fraction of a second. I jump from a meter.

Day 4: We are tired from swimming and sightseeing

Day 5: Too many kids around – I am not making a fool of myself.

Day 6. Sightseeing Lisbon, we are tired

Day 7: More mental training. All that swimming is great for my shape, I am no longer breathless.

Day 8: The pain in my tights obviously comes from jumping. No jumping from three meters till it is healed. I am reliefed

„Then you’ve got to take a header!“ Tomy says. Never, not from three meters! One is more than enough!

So here I am again, one meter, eyes tightly shut, toes overlapping, arms down, almost touching the water, butt high up in the air…

Let go… it could be so easy!

Twice I climb down again, taking a header from the pool edge.

The third time…….

 

I let go…….

 

I am very proud of myself. With 54 years, 9 month and 2 days old i took my first header from the one meter platform!

Okay, it rather was a belly flop!

The challenge goes on…

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