Noch mehr Brücken

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Ich kann die Brücke öffnen! Ich kann die Brücke öffnen!

Ich habe die Macht, eine Ziehbrücke außerplanmäßig zu öffnen!

Aber soweit sind wir ja noch gar nicht! Von Herkingen ins Hollandsdiep brauchten wir doch recht lange – Es dauert seine Zeit, bis 25 Schiffe, große Motoryachten, kleine Motorboote, Segelschiffe bis hin zu den kleinen Fahrtenbooten der Pfadfinder, in den Schleusen festgemacht sind, auch dann wenn alles völlig reibungslos geht. So kamen wir nur bis Willemstad – das in Nord Brabant, nicht das auf den Antillen!

Willemstad, benannt nach Willem von Oranien bekam 1585 Stadtrechte. es war lange Zeit eine Festung. 1940 spielte es eine wichtige Rolle bei der Verteidigung Hollands gegen die Deutschen. es muste aber aufgegeben werden. Die sternförmige Festungsgraben, die hohen Wälle mit den Bunkern darinnen sind heute noch Zeugen der Vergangenheit.

Von Willemstad wollten wir bis ins Braassemermer, doch da lagen einige Brücken dazwischen.

Die überpünktliche Öffnung der Eisenbahnbrücke in Dordrecht schafften wir haarscharf. Doch dann standen wir vor der nächsten Brücke, welche zur vorgesehenen Zeit einfach zu blieb. Eine viertel Stunde vorher wollte ich uns per Marifon, holländisch für Funk, auf Kanal 22 noch erkundigen – keine Antwort. Ich versuchte es immer wieder – keine Antwort. 10 Minuten nach der Öffnungszeit war es mir zu dumm, ich rief die Verkehrszentrale in Dordrecht:

„Goedemiddag, this is sailing yacht Yemanja in front of Ablasserdamsebrug. It does not answer on channel 22. It did not open at 12:15 – when will it open next time?“

„It did not open at 12:15?“

„No!“

„Stand by!“

Kurze Zeit später:

„There will be an extra opening in five minutes“

„Thank you!“

Leider versagten meine magischen Brückenöffnungskünste bei der Eisenbahnbrücke in Gouda: Sie war komplett geschlossen, nächste Öffnung 20:27.

Es war gerade 4 Uhr nachmittags und wir hatten gehofft, mit der Öffnung für die Berufsschifffahrt mit durchschlüpfen zu können. Aber nix da!

Doch wir sind ja flexibel! (Tomy körperlich gerade weniger, nachdem er vor ein paar Tagen zwischen Steg und Anker ins Wasser fiel, weil eine Leiter am Steg zusammenbrach)

Also rein nach Gouda, zur Wassersportvereinigung! Dieser Hafen war sehr voll, doch an einem Arbeitsponton war noch ein Plätzchen frei für uns,  es war ruhig, mit Strom – was will man mehr?

Ein hübsches Städtchen?

Das ist „Chauda“ auch!

 

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