Pfingsten – kalt und nass!

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Zweite Hälfte Mai und das Wetter ist immer noch besch…

Das Wetter ist so schlecht, dass – und das müsst ihr euch auf der Zunge zergehen lassen,  Tomy vorschlug, einen Ausflug ins Gartencenter nach Edam zu machen! Tomy! Freiwillig! Nicht, dass ihm unser Garten nicht gefallen würde! Nicht, dass er nicht immer hinter mir steht und mich unterstützt, welche ausgefallene Idee auch immer ich in die Tat umsetzten möchte! Nicht, dass er nicht sonst auch schon mal auf meine Bitte hin bei einem Gartencenter anhält! Aber das als freiwilliges Tagesprogramm vorzuschlagen, sagt schon einiges.

Es ist eher kalt, so um die 12 Grad, regnerisch und sehr windig. Und das seit Wochen. Letztes Wochenende war Tomy allein am Boot, er wollte einiges montieren und die „Nöppelkes“ am Teakdeck ausbessern. Doch bei Windstärke 6 flog ihm sein Werkzeug davon…

Versteht mich bitte richtig – natürlich will und brauche ich als Segler Wind, auch gerne Windstärke 6, aber ich erfrorenes Huhn brauche dann auch Sonne! Alles andere ist masochistisch! Aber vielleicht denke ich eines Tages anders darüber.

Auch diese Pfingstwochenende ist nicht viel besser. Immerhin konnten wir in einer windstillern Zeit das Großsegel einziehen. Windstiller heißt nur 3 Beaufort, das ist, wenn der Wind noch dazu von der Seite kommt, immer noch eine Menge Druck im Segel…

Geschraubte Segellatten

Erst fädelten wir das Unterliek in den Baum, dann die Segellatten ins ungebrauchte, doch 23 Jahre alte Segel. Kaum zu glauben – sie werden festgeschraubt!Es dauerte eine Weile bis wir dahinterkamen, dass wir einen Schraubendreher brauchten! Oder was meint ihr – wie kann das sonst gehen?

Tomy fädelte dann auf der Winsch stehend die Reiter in den Mast, während ich – elektrisch – das Segel hochzog. Doch es war schnell Schluss – wir hatten es verdreht. Also wieder runter. Auch der zweite Versuch endete bei zwei Drittel – der Druck im Segel war zu groß. Es gelang uns trotzdem die restlichen Reiter einzufädeln, das Segel auf den Baum zu hieven und mit Lazy Jacks und  Bändseln zu befestigen.

Auch das Vorsegel ist oben. Nachdem ich mit  der Energie des nachmittäglichen Rhabarberkuchens das Segel fast hochgekurbelt hatte, rief Tomy:

„Halt! Es ist verkehrt rum!“

Ein Blick nach hinten oben und ich brach in schallendes Gelächter aus: Ja, das Unterliek,  die lange Seite des Segels flatterte fröhlich hoch oben im Wind! Ein göttlicher Anblick

Doch jetzt ist alles Tuch an Ort und Stelle!

Der Sommer könnte jetzt kommen, doch stattdessen regnet es. Und wie!

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