17. Januar 2016
von Steffi
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Sonntagsfrage: Was hättest du gemacht?

Diesmal gibt es eine Frage zu einem unserer unerfreulichen Erlebnisse:

Mit meiner Freundin fuhren wir den Rio Paraguaçu hinauf nach São Francisco und ankerten etwas links von der Kirche vor den Häusern der Fischer. Kaum waren wir sicher, dass der Anker in der Strömung hielt, bemerkte ich einen jungen Fischer in einem Einbaum, der, sein Netz hochziehend, immer näher kam: Offensichtlich lag unser Anker auf seinem Netz.

Tomy war wütend: Der Kerl sollte gefälligst sein Netz markieren.

Nutze aber alles nichts, der Anker musste hoch. Das ging nur mit Motor und es kam wie es kommen musste: Das Netz kam zwar vom Anker frei, verhedderte sich aber in der Schraube. Tomy stand auf dem Einbaum, hielt sich am Schiff fest, während der junge Fischer mit dem Messer zwischen den Zähnen sein Netz im trüben Wasser des Paraguacu von unserer Schraube schnitt.

Meine Freundin und ich waren der Meinung, dass wir das Netz ersetzen müssen. Schließlich hatten wir in seinen Gründen geankert, zwar auf einem bekannten Ankerplatz – nur kommen so selten Schiffe dorthin, dass der Fischer nicht davon ausgehen konnte, dass eines dort ankern würde. Wir waren sicher die ersten seit einigen Wochen, die dort den Anker warfen.

Tomy war stinksauer und meinte, der Fischer wäre selbst schuld und müsse eben auf die harte Tour lernen, sein Netz zu kennzeichnen.

Was hättest du gemacht? Ein neues Netz für etwa 20 Euro bezahlt?

D 8 Rio Paraguacu (14)

PS: Den Rest des Netzes schnitt Tomy vor Itaparica von der Schraube, wir konnten also weiterfahren. Und natürlich haben sich die Frauen durchgesetzt und gezahlt!

 

10. Januar 2016
von Steffi
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Sonntagsfrage: Ist es eine gute Tat, einen Vogel zu fangen?

Ist es eine gute Tat einen Vogel zu fangen oder können wir gut sein, ohne das Gegenteil zu kennen?

Ich frage mich das, seit ich in Südostasien vor ein paar Jahren vor vielen buddhistischen Tempeln kleine Vogelkäfige sah. Im Buddhismus, vorallem in Kambodscha, ist es nämlich eine gute Tat, einen gefangenen Vogel frei zu lassen. Um den Menschen die Gelegenheit zu geben, gut zu sein, werden also Vögel gefangen und zum Verkauf angeboten. Dann kann der Käufer sie freilassen…

So gesehen ist es doch auch eine gute Tat, einen Vogel zu fangen, oder? Schließlich gibt der Fänger jemand anderen damit die Gelegenheit zu einer guten Tat.

“Danke, dass ich dir helfen durfte.” sagt eine Kellnerin in Jan Sendkers Roman Herzenstimmen zur Protagonistin…

Geben uns von uns als böse oder schlecht bewertete Taten eines anderen, die Möglichkeit gut zu sein? Zu helfen? Zu lieben? Freiheit zu schenken?

Was meinst du?

Vogelkäfig

Am Land in Brasilien ist es Tradition, Singvögel zu fangen und in Käfigen rund ums Haus aufzuhängen. Einer wurde uns auch angeboten, doch muss ich zugeben 100 Euro fand ich etwas viel für eine kurze gute Tat von 10 Sekunden!

 

 

3. Januar 2016
von Steffi
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Sonntagsfrage: Welche besonderen Begegnungen mit Tieren hattest du im vergangenen Jahr?

Wenn wir nicht segeln, sprich zu Hause sind, poste ich ab jetzt jeden Sonntag ein Foto und stelle dazu eine Frage: mal schelmisch, mal nachdenklich, mal mit Gescichte mal ohne, mal auffordernd, mal einfach nur entscheidend…

Welche besonderen Begegnungen mit Tieren hattest du im vergangenen Jahr?

Wir segelten durch eine riesige Delphinschule, überfuhren beinahe einen Wal, fütterten einen Straßenhund, streichelten kleine Kätzchen und beobachteten Vögel in der Allerheiligenbucht, die es dort angeblich gar nicht gibt: Rote Ibisse!

Melisa Heiko (36)

Und du? Welche besonderen Erlebnisse mit Tieren hattest du im vergangenen Jahr?

30. Dezember 2015
von Steffi
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Ein Gutes Neues 2016

Liebe Freunde,

Ihr habt uns im vergangenen Jahr willkommen geheißen, an Bord, in eurem Haus und euren Herzen. Wir haben gemeinsam gefeiert, gelegentlich zu viel Rotwein oder Bier getrunken. Wir haben gelacht und vielleicht auch geweint, Sorgen und Ängste geteilt. Ihr wart mit Rat und Tat an unserer Seite und an der Seite unserer Töchter. Mit der einen oder anderen von euch war ich in Diskussionen, ja in einem Streit verwickelt, gehört dazu. Wir sind gemeinsam über den Atlantik und in einsame Buchten gesegelt. Ich durfte euch Bahia zeigen, neue Freundschaften entstanden. Ihr habt meinen Rasen gemäht, meine Katze gefüttert und meinen Hund ausgeführt. Ihr habt mich teilhaben lassen an euren innersten Geheimnissen. Und ihr habt meine nicht lächerlich gemacht oder verraten. Nicht alle von euch hatten es leicht: Manche mussten Abschied nehmen, andere kämpften für ihre Gesundung.

Wir umarmten einander zur Begrüßung und sagten Auf Wiedersehen, den einen oder anderen für verdammt lange Zeit.

Ihr wart für mich, für uns da, auf Facebook, per Mail, als Leser des Blogs oder auch ganz konkret persönlich neben mir – danke euch! Danke dir! Ohne unsere Freunde – und Familie – wäre dieses vergangene Jahr halb so schön gewesen!

Möge 2016 für euch so wundervoll werden, wie es 2015 dank euch für uns war!

Steffi

Gustav wünscht ein Gutes Neues Jahr!

Gustav wünscht ein Gutes Neues Jahr!

29. Dezember 2015
von Steffi
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Geschützt: Weihnachten 2015

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