Dieppe

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„Segeln ist eigentlich langsames Motorbootfahren.“ Diesen Satz des erfahrenen Seglers und Schwippschwagers Heinz habe ich seit unserer Abfahrt im Ohr. Denn der Wind war bisher  mau, das Meer  zwischen leicht bewegt bis glatt.

So hatten wir freie Sicht nach England und den Schiffsverkehr dazwischen. Ich war überrascht, wie nah Dover ist. Ein bisschen traurig bin ich schon, dass ich mein geliebtes England links, oder eigentlich steuerbord, liegen lasse. Aber die Winde, die in den nächsten Tagen wehen, wenn überhaupt, sind auf dieser Seite des Ärmelkanals günstiger. Außerdem gibt es ja auch hier vieles zu entdecken.

Auf dem Weg nach Calais konnten wir etwas segeln, auf dem Weg nach Dieppe die Fock zumindest unterstützend einsetzen. Besser wird es wohl auch in den nächsten Tagen nicht…

Dieppe, hinter einem Einschnitt in den Klippen gelegen, ist recht hübsch, mit einer alten Burg, einer kleinen Fußgängerzone, vielen Restaurants rund um den Hafen, und wunderschönen Villen hoch oben über den Klippen. Ich denke an Tante Gerda, kürzlich verstorben, und an ihren stereotypischen Satz der letzten Jahre:

„So schöne Häuser!“

Mit den Gedanken an Gerda, kommt mir Dorli in den Sinn. Die Rosenbüsche in den Gärten erinnern mich wieder an meine Freundin Bigi, und dann an Barbara und so geht es rund. Nicht dass ich sie vermisse, nein da ist einfach nur Liebe und Dankbarkeit für meine Freunde, die mich schon so lange durchs Leben begleiten.

Ich vermisse allerdings Lian. Diesmal nicht sein Lachen und seine Fröhlichkeit,  nein diesmal aus rein egoistischen Gründen: Mit ihm hätte ich eine Ausrede „Ringelspüh“ zu fahren…

 

Im Hafen von Dieppe

Im Hafen von Dieppe

„Sailing actually means to travel slowly under engine.“ I still remember these words from the experienced sailor Heinz, who happens to be the brother of my brother in law. There was not much wind till now, the sea was quite calm.

We had a good view of the coast around Dover and the traffic in between. I was a bit sad to leave my favorite country behind, but the wind, if any, will be better for us on this side of the Channel. Also there is a lot to explore over here as well.

We could sail a bit on our way to Calais  and also use the foresail as a support on the way to Dieppe. It won’t get much better the next days.

Dieppe is situated behind a cut in the cliffs. It is quite pretty, with an old castle, a nice pedestrian zone, lots of restaurants around the harbour, and old mansions on top of the cliffs. They remind me of the late Tante Gerda, who’s most important sentence in her last years was: „There are such pretty houses!“

With her, I remember Dorli. The rosebushes in the yards  remind me of my friend Bigi, then Barbara and so on. I am not missing them, but there is such a lot of love and gratefulness for my friends, who have been with me for a long time.

However I miss Lian. Not his laughter and his joyfulness, no this time I am very egoistic: He would be the perfect excuse to ride the carousel…

 

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